Neue Details sorgen für Aufsehen im Fall der mutmaßlichen Raubkatze nahe dem Münchner Flughafen. Die bisher bekannte Sichtung ereignete sich in der Nacht zum Mittwoch, wie eine Sprecherin des Landratsamtes auf "BILD"-Nachfrage bestätigte.
Nach erster fachlicher Einschätzung könnte es sich bei dem Tier um einen Puma handeln. Woher die mögliche Raubkatze stammt und wie sie in das Gebiet gelangte, ist weiterhin völlig unklar.
Besonders interessant: Nach Informationen der Zeitung soll es ein Foto von dem Tier geben. Die Aufnahme wird als glaubwürdig eingeschätzt und stammt höchstwahrscheinlich von einer Wildtierkamera.
Gemeldet worden sein soll die Sichtung von einem Jäger. Damit gibt es neben der behördlichen Einschätzung offenbar auch eine konkrete Aufnahme, die den Verdacht auf einen Puma stützt. Eine offizielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen Puma handelt, gibt es allerdings weiterhin nicht.
Die Raubkatze soll im Notzinger Moos in der Gemeinde Oberding unterwegs gewesen sein – nur wenige Kilometer vom Münchner Flughafen entfernt.
Das Landratsamt rief die Bevölkerung deshalb zur Vorsicht auf. Wer das Tier sieht oder Hinweise auf seinen Aufenthaltsort hat, soll sich umgehend bei der Polizei in Erding melden.
Auch Hunde sollten derzeit nicht frei laufen gelassen werden. Kleine Kinder sollen zudem nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen.
Pumas leben normalerweise in Nord- und Südamerika. Die Tiere gelten als scheu und meiden den Menschen. Begegnungen sind selten, Angriffe können jedoch lebensgefährlich sein. Bis geklärt ist, ob tatsächlich ein Puma im Raum Oberding unterwegs ist, gilt daher besondere Vorsicht.