Katzen gelten oft als Einzelgänger. Doch sie sind soziale Tiere und brauchen Zuwendung – von Artgenossen oder ihren Menschen. Besonders Wohnungskatzen, die allein gehalten werden, können unter Einsamkeit leiden.
Wird eine einsame Katze nicht rechtzeitig erkannt, kann das zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Im schlimmsten Fall macht Einsamkeit die Samtpfote sogar krank.
Laut der Fachzeitschrift "Ein Herz für Tiere" gibt es fünf typische Anzeichen: Hyperaktivität, plötzliche Aggressivität, Unsauberkeit, extreme Anhänglichkeit und depressive Verhaltensweisen.
Wenn deine Katze plötzlich ständig herumrennt und gehetzt wirkt, kann das auf Langeweile oder Einsamkeit hindeuten. Das gilt besonders für Katzen, die vorher Freigänger waren und nun in der Wohnung leben müssen.
Auch plötzliche Aggressivität ist ein Warnsignal. Zerkratzt deine Katze trotz ausreichend Kratzmöglichkeiten Möbel oder Tapeten, könnte sie sich nach mehr Gesellschaft sehnen.
Ignoriert deine Katze plötzlich das Katzenklo oder verrichtet ihr Geschäft an anderen Stellen, solltest du aufmerksam werden. Neben körperlichen Ursachen kann auch Einsamkeit dahinterstecken.
Wenn deine Katze dir ständig folgt und dich nicht aus den Augen lässt, wirkt das vielleicht süß. Es kann aber bedeuten, dass sie sich tagsüber einsam fühlt und sich verzweifelt nach deiner Gesellschaft sehnt.
Mach aus der Fütterung ein Spiel: Verstecke Trockenfutter in Fummelkissen oder an verschiedenen Stellen in der Wohnung. So ist deine Katze auch während deiner Abwesenheit beschäftigt.
Bei allen Verhaltensänderungen gilt: Lass zuerst beim Tierarzt abklären, ob körperliche Ursachen vorliegen. Erst wenn diese ausgeschlossen sind, ist es Zeit für mehr Beschäftigung oder einen tierischen Kumpel.