Die Offene Volksschule Eßlinger Hauptstraße ist eine jener Schulen, wo es in manchen Klassen unerträglich heiß wird – "Heute" berichtete. "Die Kinder kommen zu Mittag völlig erschöpft aus der Schule, durchnässt vom Schwitzen und komplett fertig aufgrund der starken Hitze im Klassenzimmer", berichtete eine betroffene Mutter.
„Alles wird totgeschwiegen. Es ist zum Schreien!“Betroffene Mutterzu "Heute"
Wie heiß, dürfen die Eltern der betroffenen Knirpse nun aber nicht mehr wissen: "Die Lehrer wurden angewiesen, den Eltern ab sofort keine Informationen mehr bezüglich der Temperaturen mitzuteilen", so die verärgerte Mutter zu "Heute". "Alles wird totgeschwiegen. Es ist zum Schreien!"
Von wem die Order kommt – ob von der Schulleitung oder der Bildungsdirektion – wisse sie nicht. "Ich habe gefragt, es wurde mir nicht verraten."
Laut Melanie Rössler, Personalvertreterin der FSG-Pflichtschulvertretung, wurden zuletzt zur Mittagszeit Raumtemperaturen zwischen 30 und 35 Grad gemessen. Manche Klassen hätten sich sogar auf bis auf 39 Grad aufgeheizt.
Schnelle Abhilfe wie das Aufstellen mobiler Klimageräte oder Ventilatoren scheitere laut der zuständigen MA56 an Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen: "Mobile Klimageräte etwa erzeugen eine zusätzliche Brandlast, können Fluchtwege einschränken, ihr Betrieb erfordert eine Abluftführung über geöffnete Fenster, was im laufenden Unterricht nicht umsetzbar ist, und sie verursachen einen Lärmpegel, der den Schulbetrieb beeinträchtigen kann."
Auch privat angeschaffte Ventilatoren sind verboten, "weil damit Haftungs- und Wartungspflichten verbunden sind, die rechtlich klar geregelt sein müssen ", so die MA56. Schulen könnten um Nachtlüftung ansuchen. Nur 21 von mehr als 400 Standorten hätten das getan, heißt es.