Am katholischen Privatgymnasium De la Salle Marianum in Wien sorgte ein Video unlängst für jede Menge Aufregung – und auch für Schlagzeilen! Darin ist zu sehen, wie eine Stripperin vor einem Lehrer tanzt, der auf einem Sessel sitzt. Die Schule sprach danach von einem "niveaulosen Maturastreich".
Nun meldet sich die Frau hinter der Performance selbst zu Wort. Die 38-Jährige tritt laut "Kronen Zeitung" unter dem Künstlernamen "Candice" auf. Sie sagt, sie sei von den Schülern engagiert worden und habe lediglich ihren Auftrag erfüllt.
"Ich wurde von den Schülern gebucht. Ich bin dorthin und habe einfach meinen Job gemacht. Ich habe natürlich keine klassische Stripshow gemacht, weil ich die Schüler und Lehrer respektiere", stellt sie gegenüber der "Kronen Zeitung" klar.
Im Video: Stripperin tanzt in Wiener Schule für Lehrer
Außerdem habe sie sich auch nicht komplett ausgezogen. "Ich verstehe nicht, warum das jetzt zu einem Skandal geworden ist. Es wird aus einer Ameise ein Elefant gemacht", sagt "Candice" in der Tageszeitung.
Im Video ist zu sehen, wie "Candice" auf einen Lehrer zugeht und vor ihm tanzt. Laut der Stripperin war die Situation für den Pädagogen überraschend. "Die Aktion war eine Überraschung. Der Lehrer auf dem Sessel wurde von mir ein bisschen zwangsbeglückt. Ich habe ihn ausgewählt", wird sie in der "Krone" zitiert.
Der Pädagoge habe den Spaß auch einfach mitgemacht, "und deswegen ist es so schade, dass er jetzt unfair behandelt wird." Sie hoffe, dass der Vorfall keine Folgen für den Lehrer oder die Schule habe. "Wenn, dann bin ich schuld", sagt die Stripperin.
Wie viel sie für den Auftritt verlangt hat, möchte "Candice" nicht verraten. "Den Preis möchte ich nicht sagen. Aber ich bin immer fair. Bezahlt haben es wahrscheinlich die Schüler. Sie haben da sicher zusammengelegt", erklärt sie in der "Krone".
Ganz ungewöhnlich sei der Einsatz an einer Schule für sie allerdings nicht gewesen. "Nein, ich war schon öfter bei einem Maturastreich dabei. Das ist sicher schon drei-, vier- oder fünfmal vorgekommen." Auch prominente Kunden habe sie bereits gehabt: "Mein bekanntester war sicher der mittlerweile verstorbene Herr Lugner."
Besonders überrascht habe sie, dass das Video erst Jahre später öffentlich wurde. "Mir hat jemand das Video auf Instagram geschickt und so hab’ ich es erfahren", verrät sie in der Tageszeitung. Trotz der Aufregung will sie zu ihrer Arbeit stehen.
"Jetzt, wo ich meine Stellungnahme abgebe, bin ich schon nervös. Aber ich will mich nicht verstecken. Ich stehe zu dem, was ich mache", sagt die Stripperin der "Krone". Negative Kommentare habe sie jedenfalls noch keine gelesen. "Ich hoffe, das bleibt so", sagt "Candice".