Das sah keiner kommen

Nach Amadeus-Eklat: Gabalier macht Conchita ein Angebot

Andreas Gabalier zeigt sich überraschend versöhnlich: Im Podcast spricht er über Conchita, alte Kritik und warum Musik Menschen verbinden soll.
Heute Entertainment
17.09.2026, 13:09
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Andreas Gabalier zeigt sich im "Krone"-Podcast "Message Macht Medien" besonders persönlich und reflektiert. In idyllischer Weingarten-Kulisse spricht der Sänger mit "Krone.tv"-Podcaster Gerald Fleischmann über Politik, Medien und die Kritik an seiner Person. Dabei blickt der 41-Jährige auch auf frühere Kontroversen zurück – und räumt ein: "Ich versuche schon, mittlerweile irgendwo zweimal nachzudenken, bevor man zu gewissen Themen Statements abgibt."

Gabalier sieht sich selbst klar als Marke: "Ich bin eine Marke [...] jedem recht getan, ist niemanden erreicht – jede Marke hat ein Zielpublikum." Dass er mit seinen Aussagen polarisiert, gehört für ihn dazu: "Wenn du nicht polarisierst, dann hätten wir auch niemals in Stadien spielen können." Gleichzeitig betont er: "Ich habe nie etwas von mir gegeben, was irgendwo böse war."

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Gabalier rechtfertigt "Amadeus"-Sager

Besonders überraschend wird es, als die Sprache auf Conchita Wurst kommt. Nach seinem umstrittenen Auftritt bei den Amadeus Awards 2015 ("Heute" berichtete), der damals auch als Kritik an queeren Menschen und insbesondere der "ESC"-Ikone interpretiert worden war, findet der "Volks-Rock'n'Roller" heute deutliche Worte für deren "Song Contest"-Sieg: "Das war für mich damals mit Abstand der stärkste Auftritt, der mehr als zu Recht gewonnen hat."

Seinen damaligen Sager bei der Preisverleihung versteht er weiterhin als Kritik am Preis selbst und nicht an Conchita alias Tom Neuwirth: "Das war keine Anfeindung irgendwie, dem Tom gegenüber, sondern da ist es einfach darum gegangen, dass sehr viel Musik von mir schon am Markt war, wir viele, viele Fakten und Verkaufszahlen gehabt haben, wo man sich vielleicht auch mal gefreut hätte, wenn diese in diesen Preisvergaben auch irgendwo mal eine Rolle gespielt hätten."

Folgt Zusammenarbeit mit Conchita?

Eine gemeinsame Bühne mit Conchita schließt der Musiker jedenfalls nicht aus: "Natürlich, ich habe mich nie jemandem gegenüber versperrt." Sein Wunsch dahinter: "Musik die Magie hat, die Leute ein bisschen mehr zusammen zu führen" – gerade angesichts der derzeit spürbaren Spaltung in der Gesellschaft. Und auch mit einem anderen Musiker, der ihn in der Vergangenheit öffentlich immer wieder kritisierte, würde Gabalier offenbar gemeinsame Sache machen – oder zumindest seinen Song singen.

"Wenn es gewünscht ist", würde er sogar "Heast as net" von Hubert von Goisern singen. Den Song veröffentlichte Conchita vor einigen Jahren gemeinsam mit Ina Regen als Cover und wurde dafür viel gelobt. Besonders bei seiner jährlichen "Gabalier & Friends"-Show in Kitzbühel zeigt sich der Sänger offen: "Jeder, der Lust hat, ist bei mir bei dieser Show herzlich willkommen."

Dass er selbst nicht gegen LGBTQ+ eingestellt und auch nicht homophob sei, habe er bereits vor einigen Jahren mit seinem Song "Liebeleben" deutlich machen wollen. Gegenüber der "Krone" erklärt Gabalier dazu jetzt einmal mehr: "Um das auch mal ein bisschen zu beruhigen [...] was ja auch jahrelang medial nicht gehört werden wollte, dass ich damit überhaupt kein Problem hab, auch mit dieser ganzen Szene – dafür habe ich extra einen Song geschrieben."

red,Akt. 17.09.2026, 13:24, 17.09.2026, 13:09