Lindsay Brooke, ehemalige Pornodarstellerin und inzwischen Mutter von drei Kindern, hat nach ihrem Rückzug aus dem Geschäft vor zwei Jahren begonnen, offen über ihre Erfahrungen zu sprechen.
In den sozialen Medien stellte sie sich nun den Fragen ihrer Follower und gewährte dabei tiefe Einblicke in das wahre Leben hinter den Kulissen der Pornoindustrie.
"Ich habe 17 Jahre in der Erwachsenenindustrie verbracht. Was willst du wirklich wissen?“, fragte sie ihre Community. Daraufhin beantwortete sie zahlreiche Fragen – ehrlich und ohne Beschönigung.
Auf die Frage nach den besten und schlechtesten Aspekten eines Drehs antwortete sie direkt: Das Beste sei gewesen, wenn der Dreh vorbei war, das Schlimmste hingegen, mit einem völlig Fremden intim werden zu müssen. Für eine Szene erhielt sie rund 1.500 Dollar – eine Summe, die ihr heute als gering erscheint.
Auch über gängige Klischees sprach sie offen. Ob die Größe zähle? „Ja und nein. Das ist die Wahrheit“, sagte Brooke. Verliebt in einen Co-Star? "Selten. Anziehung braucht Sicherheit – und wenn Tausende Augen auf dich gerichtet sind, ist das keine Sicherheit."
Bezüglich der künstlichen Intelligenz glaubt sie, dass diese künftig eine immer größere Rolle in der Branche spielen werde – betonte aber: Die Verwendung von Bildern ohne Einwilligung ("Deep Fakes") lehnt sie strikt ab.
Hinter den Kulissen seien ihre Erfahrungen jedoch oft düster gewesen. Sie schilderte, dass sie während der Drehs Betäubungsmittel nahm, um sich emotional abzukapseln: "Ich dissoziierte. Ich nahm Narkotika. Ich ließ einen Teil von mir zurück und schlüpfte in eine Rolle."
Und weiter: "Ich habe täglich geswitchet, von Lindsey in meine Rolle und wieder zurück. Die Scham hat mich angetrieben. Ich bin nur am Set und bei den richtigen Meetings in meine Rolle geschlüpft. Die Drogen machten es einfacher. Ich habe sie genommen, um am Set nichts zu fühlen und, um mich zuhause zu fühlen".
Mehrmals habe sie versucht, der Branche den Rücken zu kehren, sei aber aus finanziellen Gründen und wegen fehlender Alternativen immer wieder zurückgekehrt.
2024, kurz bevor sie einen neuen Vertrag unterschreiben wollte, überlebte Brooke nach eigenen Angaben eine Überdosis. Heute lebt sie nüchtern und möchte vor allem eines klarstellen: Was im Film zu sehen ist, ist inszeniert – und spiegelt nicht die Realität wider.