Stellt Gummigeschosswerfer her

Linksextreme feiern Brandanschlag auf Polizeiausrüster

Nach einem Brandanschlag auf einen Waffenhersteller deutet ein Bekennervideo auf linksextreme Täter hin. Ein französisches Portal feiert die Tat.
02.11.2026, 19:07
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Ein verheerender Brand hat in der Nacht auf Donnerstag den Hauptsitz des Schweizer Waffenherstellers Brügger & Thomet (B&T) in Thun schwer beschädigt. Der Schaden beträgt zwischen 12 und 20 Millionen Schweizer Franken (rund 13 bis 22 Millionen Euro). Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht nach Zeugen.

Nun gibt es Hinweise auf einen politischen Hintergrund. Im Internet kursiert ein Bekennervideo, das den Brandanschlag mit den jüngsten gewaltsamen Jugendprotesten in Frankreich in Verbindung bringt. Im Verdacht steht die linksextreme Szene. Wer tatsächlich hinter der Tat steckt, ist allerdings noch unklar.

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Video zeigt Brandsätze in Waffenfabrik

Das Video zeigt zunächst heftige Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten in Frankreich. Anschließend sind Aufnahmen zu sehen, auf denen vermummte Personen einen Brandsatz auf dem Firmengelände werfen. Das Feuer soll von dort auf das Gebäude übergegriffen haben.

Dazu erscheint die Botschaft "Swiss, France, Germany, in the street with Gen Z". Auch die Parolen "Fuck LBD" und "GL06" sind eingeblendet. Am Ende ist eine Piratenflagge aus der japanischen Zeichentrickserie "One Piece" zu sehen, die bei Protesten der Generation Z als Symbol verwendet wird.

Die Schweizer Polizei prüft derzeit die Echtheit des Videos. Eine offizielle Aussage darüber, wer für den Anschlag verantwortlich sein könnte, gibt es noch nicht.

Diese Waffe könnte der Grund für den Anschlag sein

Der Waffenhersteller B&T produziert unter anderem den Gummigeschosswerfer GL06, der in Frankreich als LBD 40 bekannt ist. Die Waffe wird von der Polizei bei gewaltsamen Demonstrationen eingesetzt und ist in der radikalen linken Szene besonders verhasst.

Der Grund: Gummigeschosse können schwere Verletzungen verursachen. Bei den jüngsten Protesten in französischen Städten sollen mindestens acht Demonstranten ein Auge verloren haben.

Mit diesem Bild feiert die linksradikale französische Webseite Contre Attaque den Anschlag auf den Schweizer Waffenhersteller B & T in Thun am 29. Oktober 2026
contre-attaque.net

Das französische Portal "Contre attaque", das der radikalen Protestszene nahesteht, verbreitete das Video und begrüßte den Anschlag. Besonders erfreut zeigte man sich darüber, dass die Produktion und der Verkauf von Waffen und Munition vorerst beeinträchtigt sein könnten.

Waffenhersteller wehrt sich gegen Vorwürfe

Firmeninhaber Karl Brügger verteidigte seine Produkte gegenüber dem Schweizer "Blick". Frankreich verwende bei den Gummigeschosswerfern nicht die richtige Munition, erklärte er. Die französische Polizei beziehe ihre Geschosse nämlich nicht von B&T, sondern vom französischen Hersteller Alsetex.

In der Schweiz kommen ebenfalls Waffen von B&T zum Einsatz. Diese verschießen einzelne Geschosse statt herkömmlichen Gummischrots. Sie gelten als weniger gefährlich, können bei falscher Verwendung aber ebenfalls schwere Verletzungen verursachen.

Geheimdienst warnt vor linker Gewalt

Die Schweizer Sicherheitsbehörden beobachten die linksextreme Szene seit Jahren mit Sorge. Laut dem Nachrichtendienst des Bundes wurden im Jahr 2025 insgesamt 215 linksextremistisch motivierte Vorfälle registriert. 63 davon waren gewaltsam.

Besonders besorgniserregend sei die zunehmende Bereitschaft radikaler Gruppen, Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele einzusetzen.

Dazu kommt die internationale Vernetzung: Linksextreme Gruppierungen in der Schweiz unterhalten laut Geheimdienst enge Kontakte nach Deutschland, Frankreich und Italien. Diese Verbindungen könnten auch koordinierte Sabotageakte und Brandanschläge erleichtern.

NW, 02.11.2026, 19:07