Bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht ist es am Samstag in Hamburg (D) zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Demonstrierende warfen Pyrotechnik und Absperrungen auf Einsatzkräfte, mehrere Gegenstände wurden angezündet.
Unter dem Motto "Gegen Wehrpflicht - Gen Z regelt!" gingen am Samstag Menschen in Hamburg auf die Straße. Im Verlauf der Demonstration kam es jedoch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, wurden Einsatzkräfte von einigen Demonstrierenden bedrängt. Die Situation spitzte sich zu, als Gegenstände auf Polizisten geworfen wurden. Laut Polizei flogen unter anderem Pyrotechnik und Baustellenabsperrungen in Richtung der Beamten.
Besonders angespannt war die Lage auf dem Steindamm unweit des Hamburger Hauptbahnhofs. Dort rissen schwarz gekleidete und teilweise vermummte Personen rot-weiße Plastikabsperrungen aus ihren Verankerungen und warfen sie auf die Straße.
Später wurden solche Absperrungen im Bereich der U-Bahnstation Lohmühlenstraße auch in Brand gesetzt. Die Polizei rückte gegen die Beteiligten vor und versuchte, die Menschenmenge auseinanderzutreiben.
Bei den Zusammenstößen griffen die Einsatzkräfte teilweise zu Pfefferspray. Die "Hamburger Morgenpost" schilderte die Situation mit den Worten: "Die Polizei zieht sich zurück, wird bedrängt und setzt Pfefferspray ein".
Auf ihrem WhatsApp-Kanal teilte die Hamburger Polizei mit, dass die Bereitschaftspolizei mit "unmittelbarem Zwang" gegen die Angriffe vorgehe.
Auch ein Wasserwerfer kam zum Einsatz. Mit dessen Hilfe wurde das Feuer an den angezündeten Plastikabsperrungen schließlich gelöscht. Die Polizei konnte die Menschenmenge im betroffenen Bereich auseinanderdrängen. Ob es bei den Auseinandersetzungen Verletzte oder Festnahmen gab, ist derzeit nicht bekannt.