Keine Energie bis Donnerstag

Linksextreme legen Stadt lahm – Tausende ohne Strom

Nach einem Brandanschlag auf wichtige Stromkabel müssen Tausende Menschen in Berlin weiter ohne Strom ausharren.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 10:47
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Am Samstag sorgte der Anschlag im Bezirk Steglitz-Zehlendorf für einen massiven Stromausfall. Zahlreiche Schulen bleiben deshalb auch am Montag geschlossen. Wie 20 Minuten berichtet, könnte es für viele Haushalte noch tagelang kein Licht und keine Heizung geben.

Für viele Schülerinnen und Schüler beginnt die erste Woche nach den Weihnachtsferien ganz anders als erwartet. Eltern können für ihre Kinder auf eine Notbetreuung in anderen Schulen zurückgreifen. Auch Kindergärten sind betroffen.

"Großschadenslage" in Berlin ausgerufen

Wer keine Familie oder Freunde in anderen Teilen der Stadt hat, muss den Alltag bei Schnee und Kälte ohne Strom und Heizung meistern. Polizei, Rettungskräfte und sogar das Bundesheer helfen, wo sie können. Die Behörden haben in Berlin eine sogenannte "Großschadenslage" ausgerufen.

Laut Betreiber Stromnetz Berlin sind die Schäden am Netz schwerwiegend und die Reparaturen kompliziert. Voraussichtlich erst am Donnerstagnachmittag sollen wieder alle Haushalte Strom haben.

Stromausfall dauert wohl noch bis Donnerstag

Der Anschlag auf eine Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde legte seit Samstagfrüh große Teile des Stromnetzes lahm. Zunächst waren 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe betroffen. Mittlerweile konnten laut Stromnetz Berlin am Sonntagabend 14.000 Haushalte und 500 Unternehmen wieder angeschlossen werden. Besonders betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.

Seit Sonntag ist für Politik und Behörden klar: Es handelt sich um einen politisch motivierten Anschlag, hinter dem Linksextreme stehen. Ein Bekennerschreiben, das bei den Behörden eingegangen ist, stammt laut Innensenatorin Iris Spranger tatsächlich von den Tätern.

"Den Herrschenden den Saft abdrehen"

Die mutmaßlichen Täter, die sich "Vulkangruppe" nennen, schrieben in ihrem Bekennerschreiben mit dem Titel "Den Herrschenden den Saft abdrehen": "In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört". Weiter heißt es: Das Gaskraftwerk in Lichterfelde sei "erfolgreich sabotiert" worden. "Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft", so die Gruppe in dem Schreiben.

Mehrere große Spitäler in den betroffenen Bezirken konnten nach einem Tag wieder ans Netz angeschlossen werden und mussten dank Notstromaggregaten nicht evakuiert werden. Trotzdem sind weiterhin viele Pflegeeinrichtungen und pflegebedürftige Menschen in ihren Wohnungen von dem Ausfall betroffen. Feuerwehr und Hilfsorganisationen haben Notunterkünfte eingerichtet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.01.2026, 12:00, 05.01.2026, 10:47
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