Gegen Trump geurteilt

92 Jahre alt – das ist der gnadenlose Maduro-Richter

Ab Montag wird sich Nicolás Maduro vor der US-Justiz verantworten. Verantwortlich für den Prozess ist ein angesehener, 1933 geborener Jurist.
Nicolas Kubrak
05.01.2026, 11:10
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Der venezolanische Diktator muss vor Gericht. Nachdem Nicolás Maduro am Samstag vom US-Militär festgenommen und außer Landes gebracht wurde, wird er sich ab Montag vor der Justiz verantworten müssen. Der Vorwurf: Er soll sein bei der manipulierten Wahl 2024 erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten.

Maduro soll "ganzen Zorn" spüren

US-Justizministerin Pam Bondi kündigte an, dass Maduro und seine Frau "bald den ganzen Zorn der amerikanischen Justiz" zu spüren bekommen. Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Nun gibt es eine aktualisierte Anklage. Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen Innenminister Venezuelas sowie einen seiner Vorgänger.

Das ist der Richter

Laut mehreren übereinstimmenden US-Medienberichten soll bereits klar sein, wer als Richter im Maduro-Prozess vorgesehen ist. Es handelt sich um den Bundesrichter Alvin Hellerstein, einen 92 Jahre alten Juristen. Er wurde am 28. Dezember 1933 in New York geboren und wurde 1998 als Bundesrichter von Bill Clinton ernannt. Hellerstein, ein orthodoxer Jude, hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit politisch brisanten Verfahren befasst – etwa den Ausgleichszahlungen nach den Anschlägen am 11. September oder dem Weinstein-Skandal.

Alvin Hellerstein hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit politisch brisanten Verfahren befasst.
REUTERS/Jane Rosenberg

Gegen Trump geurteilt

Auch mit dem aktuellen US-Präsidenten haben sich Hellersteins Wege gekreuzt. So wies der Richter im "Schweigegeld"-Prozess Trumps Versuche ab, den Fall von New York an ein Bundesgericht zu überstellen. Bei den Zahlungen an den Pornostar Stormy Daniels habe es sich um eine "rein persönliche Angelegenheit" des Präsidenten gehandelt – "um die Vertuschung eines peinlichen Vorfalls", so Hellerstein. Der Vorgang stehe "in keinem Zusammenhang" mit seinen Amtshandlungen.

2025 stellte sich der Richter gegen die Trump-Administration, die Abschiebungen mit einem Gesetz aus dem Jahr 1798 ("Alien Enemies Act") begründete. Hellerstein behauptete, dass das Gesetz für Kriege oder Invasionen gedacht sei, nicht aber für die Fälle von Flüchtlingen. Daher sei dessen Anwendung verfassungswidrig.

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