Eine großangelegte Schwerpunktaktion hat am Mittwoch zahlreiche Verstöße auf den steirischen Straßen ans Licht gebracht. Von 4.00 bis 16.00 Uhr kontrollierte die Polizei gemeinsam mit Finanzpolizei und Amtstierärzten den Verkehr auf dem höherrangigen Straßennetz. Im Mittelpunkt standen dabei Tiertransporte.
Die Bilanz fiel umfangreich aus: Insgesamt wurden 15 Anzeigen nach dem Tiertransportgesetz erstattet. Im Schwerverkehr kamen weitere 75 Anzeigen dazu. Darunter waren 30 Verstöße gegen Sozialvorschriften, 18 technische Mängel, 16 Fälle von Überladung und vier Verstöße gegen die Ladungssicherung.
Auch Temposünder gingen den Polizisten ins Netz. Zehn Anzeigen gab es wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, zehn weitere wegen anderer Verkehrsverstöße. Außerdem führten die Beamten 41 Alkohol-Vortests durch.
Besonders brisant war eine Kontrolle auf der Südautobahn (A2) bei Gössendorf. Dort fiel ein 36-jähriger polnischer Lkw-Lenker durch seine äußerst unsichere Fahrweise auf.
Bei der Kontrolle stellte sich der Grund dafür heraus: Der Mann hatte laut Polizei mehr als drei Promille Alkohol im Blut. Die Beamten nahmen ihm den Führerschein ab, außerdem wird er bei der Behörde angezeigt. Ein Ersatzfahrer übernahm das Sattelkraftfahrzeug und setzte die Fahrt fort.
Bei der gesamten Schwerpunktaktion untersagten die Behörden zwei Schwerfahrzeugen die Weiterfahrt und nahmen einmal die Kennzeichen ab. Fünf Sicherheitsleistungen in einer Gesamthöhe von rund 16.000 Euro wurden eingehoben. Dazu kamen 17 Organmandate.
Auch strafrechtlich wurden die Beamten fündig. Vier Anzeigen wegen Fälschung von Beweismitteln beziehungsweise Datenfälschung wurden erstattet. Zusätzlich stellte die Finanzpolizei steuerliche und ordnungspolitisch relevante Übertretungen fest.
"Tiere sind keine Ware, sondern Lebewesen", betont der stellvertretende Leiter der steirischen Landesverkehrsabteilung, Oberst Klaus Rexeis. Ein hoher Kontrolldruck soll laut Polizei auch künftig aufrechterhalten werden.