Ein besonders brutaler Fall sorgt derzeit für Ermittlungen in Wien: Eine Jugendliche soll in einer Wohnung Opfer schwerer sexueller Gewalt geworden sein. Die mutmaßlichen Täter hielten das Geschehen auf Video fest und sollen das Opfer anschließend unter Druck gesetzt haben.
Die Tat ereignete sich laut "Heute"-Information bereits im Mai des Vorjahres. Demnach wurde das damals 16-jährige Mädchen unter einem Vorwand in eine Wiener Wohnung gelockt. Dort kam es zu dem Übergriff: Ein bislang unbekannter Mann sperrte die Tür und attackierte die Jugendliche.
Trotz Gegenwehr und verzweifelter Versuche, sich zu befreien, war sie dem Täter ausgeliefert. Er drückte sie auf eine Matratze, hielt sie fest und vergewaltigte sie. Im weiteren Verlauf soll ein zweiter Mann an der Tat beteiligt gewesen sein.
Seine Identität ist den Behörden bekannt. Laut "Heute"-Information handelt es sich um einen 19 Jahre alten Syrer aus Graz. Auch er soll die 16-Jährige missbraucht haben, obwohl sie sich heftig wehrte und ihn anschrie, aufzuhören.
Zusätzlich sollen der 19-Jährige und ein dritter Mann die Taten gefilmt haben. Mit diesen Aufnahmen sollen sie das Opfer unter Druck gesetzt haben: Sollte sie zur Polizei gehen, würden sie die Videos veröffentlichen.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >
Die 16-Jährige schwieg zunächst über das Geschehen. Erst nach einem zufälligen Wiedersehen im Oktober mit einem der mutmaßlichen Täter in einem Grazer Park fasste sie den Entschluss, Anzeige zu erstatten.
Für den 19-jährigen Syrer klickten daraufhin die Handschellen. Laut "Heute" ist er ein subsidiär Schutzberechtigter – ein Aberkennungsverfahren wurde vom Innenministerium (BMI) bereits eingeleitet.
Der junge Mann hat zwei Vorstrafen - schwere Körperverletzung und Suchtmittel – und war auch schon in Haft – er ist derzeit arbeitslos.