Tragödie um 12-Jährige

Mädchen starb auf E-Scooter an bekannter Todes-Kreuzung

Nach dem tödlichen E-Scooter-Unfall bei Oberndorf herrscht am Gymnasium Wieselburg tiefe Betroffenheit. Die Kreuzung wird erneut geprüft.
Victoria Carina  Frühwirth
05.05.2026, 17:15
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Die Region steht weiter unter Schock. Wenige Tage nach dem schweren Unfall an der Bogenhofkreuzung bei Oberndorf an der Melk ist die Trauer riesig. Ein zwölfjähriges Mädchen aus Bergland kam dabei ums Leben, ihre gleichaltrige Freundin aus St. Leonhard wurde schwer verletzt.

Mädchen besuchten Gymnasium

Wie "Heute" ausführlich berichtete, waren die beiden Mädchen vergangenen Mittwochabend zu zweit mit einem E-Scooter unterwegs. Im Kreuzungsbereich nahe Oberndorf im Bezirk Melk kollidierte der Roller mit einem Firmenbus.

Der 23-jährige Lenker soll noch eine Vollbremsung gemacht haben, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Die 12-jährige Lenkerin des E-Rollers wurde bei dem Crash schwer verletzt ins Uniklinikum Linz transportiert, für ihre Mitfahrerin kam jede Hilfe zu spät. Sie starb noch an der Unfallstelle.

Die verstorbene Schülerin und ihre schwer verletzte Freundin besuchten das Gymnasium Wieselburg. Dort herrschte nach der Tragödie Fassungslosigkeit. Direktorin Sigrid Fritsch erklärte gegenüber den "Niederösterreichischen Nachrichten": "Wir haben sofort am Donnerstag in der Früh unser schulisches Kriseninterventionsteam aktiviert."

Mehrere Todesopfer auf Kreuzung

Auch psychologische Hilfe wurde angeboten. Viele Jugendliche nahmen laut der Direktorin Unterstützung an, andere wurden von ihren Eltern abgeholt. "Es war für alle eine sehr schwere Situation", wird Fritsch zitiert.

Tragische Vorgeschichte

Die Unfallstelle hat eine tragische Vorgeschichte. An der Kreuzung der B29 mit der L6140 kam es bereits in der Vergangenheit zu schweren Unfällen. 2017 starb dort Hans Moser, Geschäftsführer des bekannten Wieselburger Familienunternehmens Moser Wurst.

Maßnahmen bereits gesetzt

Nach mehreren schweren Unfällen wurden laut Bezirkshauptmannschaft bereits Maßnahmen gesetzt. Unter anderem wurde das Stoppschild näher zur Kreuzung versetzt, Haltelinien wurden erneuert, zusätzliche Markierungen sollten Autofahrer bremsen.

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Jetzt wird die Kreuzung wieder überprüft. Bezirkshauptmann Johann Seper sagt gegenüber den "NÖN": "Wie in derartigen Fällen standardmäßig vorgesehen, wird aufgrund des nunmehrigen Unfalls die betreffende Kreuzung gemeinsam mit Fachleuten neuerlich dahingehend geprüft werden, ob zusätzliche Verkehrsmaßnahmen erforderlich und auch möglich sind."

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