Wer sich den Aufwand sparen will, Burger-Laibchen selbst zu formen, greift oft zu fertigen Patties aus dem Kühlregal. Die AK Oberösterreich hat nun acht abgepackte rohe Burger-Patties genauer unter die Lupe genommen. Getestet wurden sechs Rindfleischprodukte sowie jeweils ein Patty aus Schweine- und Hühnerfleisch.
Das Ergebnis fällt erfreulich aus: Sieben der acht Produkte überzeugten sowohl bei Geschmack und Geruch als auch bei den mikrobiologischen Untersuchungen. Nur ein Produkt erhielt das Urteil "wertgemindert".
Bei diesem Patty stellten die Prüfer einen nicht mehr ganz frisch wirkenden Geschmack sowie eine zerfallende Konsistenz fest. Zusätzlich wurde ein erhöhter Gehalt an E.Coli-Keimen nachgewiesen. Diese gelten als wichtiger Hygieneindikator und lagen bei diesem Produkt über dem Richtwert.
Preislich zeigte sich eine deutliche Spanne. Am günstigsten war das Schweinefleischpatty mit einem Preis von rund einem Euro pro 100 Gramm. Das Hühnerpatty kostete 1,20 Euro pro 100 Gramm. Die getesteten Rindfleischpatties lagen zwischen 1,60 und 2,50 Euro pro 100 Gramm.
Auch die Zutatenlisten wurden überprüft. Die meisten Produkte enthalten zusätzliche Stoffe wie Säureregulatoren, Säuerungsmittel oder Gewürzextrakte. Bei drei Produkten kam ein Stabilisator zum Einsatz, bei einem zusätzlich natürliches Aroma. Für die rötliche Farbe der Hühner- und Schweinefleischpatties wurde Rote-Bete-Pulver verwendet.
Beim Blick auf die Nährwerte setzte sich das Hühnerpatty klar an die Spitze. Mit nur 132 Kilokalorien pro 100 Gramm war es deutlich leichter als die Konkurrenz. Die übrigen Produkte kamen auf 215 bis 256 Kilokalorien. Verantwortlich dafür ist vor allem der deutlich niedrigere Fettgehalt: Das Hühnerpatty enthält rund 63 Prozent weniger Fett als die übrigen getesteten Produkte.