Dramatische Wende

Makler-Mord: Plötzlich ist von "Beziehungstat" die Rede

Nach dem Tötungsdelikt in der Harrachstraße in Linz sorgt ein Brief der Hausverwaltung für Wirbel – der Inhalt bringt eine völlig neue Wende.
Peter Reidinger
30.01.2026, 11:48
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Knapp zwei Wochen nach dem grausamen Mord an einem 49-jährigen Immobilienmakler in Linz steht die Polizei noch immer vor einem Rätsel. Während die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren laufen, sorgt nun ein Schreiben der Hausverwaltung an die Mieter des Mehrparteienhauses in der Harrachstraße für eine völlig neue Wende in dem Fall.

In dem Brief, der laut einem Bericht der "OÖN" am Donnerstag verschickt wurde, heißt es: "Laut Mitteilung des LKA handelt es sich um eine Beziehungstat, weshalb grundsätzlich keine Gefahr für die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnanlage besteht." Weiter steht darin: "Nach aktuellem Kenntnisstand sind der oder die Täter nicht mittels eines Schlüssels in das Objekt gelangt. Es kann daher nicht bestätigt werden, dass ein Schlüssel der Wohnanlage verwendet wurde."

Diese Aussagen werfen neue Fragen auf – vor allem, weil die Polizei bisher keinerlei Angaben zum Motiv oder zu möglichen Tatverdächtigen gemacht hat. Auf Nachfrage der "OÖN" wollte sich LKA-Leiter Gottfried Mitterlehner nicht zu den Details äußern: "Es gibt zur Motivlage sowie zum Mord derzeit keinen Kommentar."

Fest steht lediglich: "Zu keinem Zeitpunkt bestand Gefahr für andere Hausbewohner", betont Mitterlehner. Auch Landespolizeidirektor Andreas Pilsl hatte zuletzt von einer "außergewöhnlichen Tat" gesprochen, die "außergewöhnliche Maßnahmen" erfordere. Eine eigene Ermittlungsgruppe sei eingerichtet worden, die sich ausschließlich mit diesem Fall beschäftigt.

Tat passierte vor knapp zwei Wochen

Die Leiche des 49-jährigen Opfers wurde am Nachmittag des 19. Jänner von seinem Bruder entdeckt – tot im Badezimmer der Dachgeschoßwohnung. Hände und Füße waren mit dickem Klebeband gefesselt, der Körper wies zahlreiche Hämatome auf. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat in der Nacht auf Sonntag, den 18. Jänner, verübt wurde.

Einbruchsspuren gab es keine – was darauf hindeutet, dass das Opfer seine/n Täter kannte. Die Ermittler prüfen Verbindungen zur Rotlicht- und Drogenszene. Am Tatort wurden "Suchtmittel in einem Ausmaß gefunden, welches mit Eigenkonsum des Opfers nicht in Einklang zu bringen ist", so die Polizei.

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