Bereitet sich auf Sterben vor

"Zustand deutlich verschlechtert"– Sorge um Alt-Bischof

Der 91-jährige frühere Bischof von Linz, Maximilian Aichern, bereitet sich auf seinen letzten Weg vor – Gläubige sind zum Gebet aufgerufen.
Oberösterreich Heute
30.01.2026, 10:24
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Maximilian Aichern war viele Jahre das Gesicht der katholischen Kirche in Oberösterreich. Nun steht der frühere Linzer Bischof vor seinem letzten Weg. In einer gemeinsamen Mitteilung wenden sich die Diözese Linz und das Stift St. Lambrecht nun an die Öffentlichkeit.

"Wir möchten Sie und euch darüber informieren, dass sich der Gesundheitszustand von Altbischof Maximilian Aichern in den vergangenen Wochen und Tagen deutlich verschlechtert hat und er sich nun auf das Sterben vorbereitet", heißt es in dem Schreiben vom 29. Jänner 2026.

Stimme zu sozialer Gerechtigkeit

Der heute 91-Jährige war von 1982 bis 2005 Bischof der Diözese Linz. Zuvor leitete er als Abt das Benediktinerstift St. Lambrecht. Aichern war eine bekannte Stimme im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben – besonders in Fragen der sozialen Gerechtigkeit und des Miteinanders.

Auch im Ruhestand verfolgte er kirchliche Entwicklungen mit wachem Interesse. "Bis zuletzt hat er die kirchlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen mit großem Interesse verfolgt", schreiben Bischof Manfred Scheuer und Abt Alfred Eichmann.

Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 in Wien als Sohn eines Fleischhauers geboren und verbrachte Teile seiner Kindheit bei den Großeltern in Kärnten. 1954 trat er in das Benediktinerstift St. Lambrecht ein, 1959 wurde er in Subiaco bei Rom zum Priester geweiht. Bereits mit 32 Jahren wurde er Abt von St. Lambrecht. Am 15. Dezember 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Linz, wo er bis 2005 amtierte. Aichern war bekannt für seinen sozialen Einsatz, seine Nähe zu den Menschen und seinen betont einfachen Lebensstil. Er prägte das kirchliche Leben in Oberösterreich entscheidend mit, initiierte unter anderem die Diözesanversammlung, gründete die Bischöfliche Arbeitslosenstiftung und war maßgeblich an der Entstehung des "Sozialhirtenbriefs" und des "Sozialworts" beteiligt. Auch nach seiner Emeritierung blieb er seelsorglich aktiv – in Pfarren, Klöstern und als Unterstützer seines Nachfolgers Manfred Scheuer. Sein bischöflicher Wahlspruch lautete: "In caritate servire"

"Blicken voll Dankbarkeit zurück"

Sie danken für Aicherns jahrzehntelanges Wirken: "Voll Dankbarkeit blicken wir auf sein langes, erfülltes und segensreiches Wirken als Abt von St. Lambrecht und als Bischof der Diözese Linz zurück." Jetzt gelte es, ihn nicht allein zu lassen.

"Wir laden Sie und euch ein, für Bischof Maximilian um Kraft, Trost und innere Ruhe zu beten und sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände zu legen", so der Appell an alle, die mit ihm verbunden sind.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.01.2026, 10:42, 30.01.2026, 10:24
Jetzt E-Paper lesen