Im Kepler Universitätsklinikum in Linz sorgt ein dramatischer Fall weiter für Aufsehen: Einer 30-jährigen Oberösterreicherin wurde nach einem Krebsverdacht die Gebärmutter entfernt – später stellte sich heraus, dass sie gar keinen Tumor hatte. Laut Klinikum verfälschte eine "minimale Kontaminierung" der Gewebeprobe den Befund.
Der Anwalt der Betroffenen, Rainer Hable, sprach gegenüber "Heute" von einem "nicht wiedergutzumachenden" Fehler und fordert für seine Klientin zumindest eine finanzielle Entschädigung. Er behauptete zudem, er habe Klinikum und Gesundheitsholding Gespräche angeboten – das hätten die Zuständigen abgelehnt.
Genau da widerspricht das Spital jetzt klar: Die Aussagen des Rechtsanwalts würden "nicht den Tatsachen" entsprechen. Bis Donnerstag sei "weder ein Gesprächsangebot noch ein Vorschlag für eine außergerichtliche Einigung" vom Anwalt bei ihnen eingelangt.
Auch ein Schritt, der den Fall unabhängig klären könnte, sei bisher nicht gesetzt worden: Laut Klinikum habe es "bislang keinen Versuch" gegeben, den Sachverhalt über die OÖ. Patienten- und Pflegevertretung transparent prüfen zu lassen.
Auf diese Möglichkeit habe man – "im Sinne größtmöglicher Transparenz und vor allem im Interesse der Patientin" – mehrfach hingewiesen, betont das Spital. Die Krankenakte liege dem Rechtsanwalt der Patientin "bereits seit Oktober" vor. Das Spital sagt ganz klar: "Unsererseits besteht jederzeit Gesprächs- und Klärungsbereitschaft."