Toter in Penthouse

"Drogen, Rotlicht" – völlig neue Wende im Makler-Mord

Nach dem Mord in Linz brodelte die Gerüchteküche. Am Montag gab die Polizei erstmals ausführliche Informationen zu dem schockierenden Fall bekannt.
Oberösterreich Heute
26.01.2026, 15:20
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In der Linzer Harrachstraße sorgt eine Bluttat seit Tagen für heftige Spekulationen – wie berichtet hielt sich die Polizei mit Details bewusst zurück. Getötet wurde ein erfolgreicher Makler (49) in seiner luxuriös ausgestatteten Penthouse-Wohnung. Jetzt gaben die Ermittler neue Details zur Tat bekannt.

Der Tote wurde am 19. Jänner in der Dachgeschoßwohnung des Hauses in der Linzer Harrachstraße gefunden.
TEAM FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

"Sorgfältig geplante Tat"

Allen voran: Aufgrund der Tatortsituation und Spurenlage geht das Landeskriminalamt von einer "sorgfältig geplanten Tat" aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde sie in der Nacht von 17. auf 18. Jänner verübt.

Gefunden wurde das 49-jährige Opfer am frühen Nachmittag des 19. Jänner: Der Bruder entdeckte die Leiche am Badezimmerboden und verständigte sofort die Polizei. Der Mann wies am ganzen Körper Hämatome auf, zudem war er an Beinen und Händen gefesselt – Einbruchsspuren gab es keine.

Sollte jemand in der Harrachstraße in Linz etwas Ungewöhnliches wahrgenommen haben, bittet die Polizei darum, sich mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich unter 059133 403333 in Verbindung zu setzen. Derartige Hinweise können auch bei jeder Polizeiinspektion abgegeben werden. Diese können auch anonym abgegeben werden.

Verbindungen ins Drogenmilieu

Am Tatort wurde eine Vielzahl an Spuren gesichert, deren Auswertung noch läuft. Parallel wurden im Umfeld Überwachungskameras gesucht und ausgewertet sowie Bewohner und Geschäftsleute im Umfeld befragt, auch aus der Bevölkerung gingen Hinweise ein: Einer betrifft eine Pizzalieferung an das Opfer am 17. Jänner gegen 22 Uhr.

Außerdem wurden in der Wohnung Suchtmittel in einem Ausmaß sichergestellt, "welches mit einem Eigenkonsum des Opfers nicht in Einklang zu bringen ist". Die Exekutive geht aktuell von Verbindungen ins Drogenmilieu und in die Rotlichtszene aus.

"Außergewöhnliche Tat"

Warum gibt die Polizei so wenig preis? Sie nennt drei Gründe: Ermittlungstaktik (Täter sollen nicht mitlesen), nur gut abgesicherte Informationen sollen veröffentlicht werden – und Rücksicht auf die Hinterbliebenen. Bestätigt wurde zudem: Der Vater des Opfers starb am Samstag zu Hause, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es keine. Die Staatsanwaltschaft Linz ordnete dennoch zur Sicherheit eine Obduktion an.

Im Landeskriminalamt wurde eine eigene, fachübergreifende Ermittlungsgruppe eingerichtet, die ausschließlich an dem Fall arbeitet – in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Linz. Landespolizeidirektor Andreas Pilsl betont: "Bei diesem Mordfall handelt es sich sicher um eine außergewöhnliche Tat, die auch vonseiten der Polizei außergewöhnliche Maßnahmen erfordert."

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