Die Ermittlungen zum gewaltsamen Tod eines 49-jährigen Immobilienmaklers aus Linz laufen weiter, da erschüttert die nächste tragische Nachricht die betroffene Familie: Der Vater des Opfers, ein 86-jähriger pensionierter Arzt, ist am Samstag gestorben – genau eine Woche nach dem Mord an seinem Sohn. Das berichtet die "Krone" am Montag. Die Polizei bestätigte den Tod.
Laut ersten Informationen starb der Mann an einem Herzinfarkt in seiner Villa. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es laut Polizei nicht, es dürfte sich um eine natürliche Todesursache handeln. Die Staatsanwaltschaft ordnete dennoch eine Obduktion an, um Spekulationen entgegenzuwirken.
Sollte jemand in der Harrachstraße in Linz etwas Ungewöhnliches wahrgenommen haben, bittet die Polizei darum, sich mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich unter 059133 403333 in Verbindung zu setzen. Derartige Hinweise können auch bei jeder Polizeiinspektion abgegeben werden. Diese können auch anonym abgegeben werden.
Die Umstände des Verbrechens in der Linzer Harrachstraße beschäftigen seit über einer Woche die Kriminalpolizei. In der Nacht auf Sonntag, den 18. Jänner, wurde der 49-Jährige in seiner Penthouse-Wohnung offenbar brutal überfallen. Der Täter fesselte ihn mit Klebeband an Händen und Füßen, schlug mehrmals auf ihn ein. Das Opfer erlag wenig später einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.
Entdeckt wurde der leblose Körper am Montag gegen 13 Uhr von seinem Bruder. Dieser war alarmiert worden, nachdem die Hündin des Opfers – eine Beagle-Dame – alleine im Stiegenhaus gesichtet worden war. Im Badezimmer der Dachgeschoßwohnung fand er schließlich seinen toten Bruder – bekleidet, gefesselt und von Verletzungen gezeichnet.
Die Polizei sicherte über mehrere Tage hinweg Spuren, auch das Auto des Opfers wurde beschlagnahmt. Laut Informationen vom Montag könnten die Ergebnisse der kriminaltechnischen Auswertungen in den nächsten Tagen jederzeit vorliegen. Ermittler gehen davon aus, dass etwa DNA-Spuren oder Fingerabdrücke zur Identität des Täters führen könnten.
Brisant ist auch der zeitliche Ablauf: Zwischen der Tat in der Nacht auf Sonntag und dem Fund der Leiche am Montag könnten bis zu 40 Stunden vergangen sein. In dieser Zeit hätte der Täter theoretisch sogar das Land verlassen können – ein Langstreckenflug wäre möglich gewesen.