Der Mordfall rund um den toten Makler in Linz gibt weiter Rätsel auf – der Täter könnte längst über alle Berge sein. Fast 40 Stunden könnten zwischen der grausigen Tat in der Nacht auf Sonntag und dem Leichenfund durch den Bruder des Opfers am Montag um 13 Uhr vergangen sein. Diese Zeitspanne hätte dem Täter sogar einen Langstreckenflug ermöglicht – theoretisch könnte er längst auf einem anderen Kontinent sein.
Sollte jemand in der Harrachstraße in Linz etwas Ungewöhnliches wahrgenommen haben, bittet die Polizei darum, sich mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich unter 059133 403333 in Verbindung zu setzen. Derartige Hinweise können auch bei jeder Polizeiinspektion abgegeben werden. Diese können auch anonym abgegeben werden.
Das Opfer wurde in der Dachgeschoßwohnung eines Hauses in der Linzer Harrachstraße gefunden – grausam ermordet. Der 49-Jährige lag bekleidet in der Badewanne, mit dickem Klebeband an Armen und Beinen gefesselt. Sein Körper war von Verletzungen durch stumpfe Gewalt gezeichnet.
Auf die Spur brachte die Ermittler ausgerechnet die Hündin des Opfers: Beagle-Dame Lilly irrte am Montagvormittag allein durchs Stiegenhaus – was Nachbarn stutzig machte. Einer rief den Bruder des 49-Jährigen – und der entdeckte die Leiche.
Die Spurensicherung im Luxus-Penthouse dauerte bis Freitag – fünf Tage lang sicherten Ermittler DNA, Fingerabdrücke und weitere Hinweise. Jetzt wird's ernst: Wie "Heute" erfuhr, könnte es nun jederzeit Ergebnisse der kriminaltechnischen Analysen geben. Laut jüngsten Informationen soll spätestens am Mittwoch feststehen, ob z.B. die DNA-Spuren womöglich zur Identität des Täters führen.
Die Polizei schweigt unterdessen weiter eisern. Der Grund: Wird zu viel verraten, können die Behörden reines Täterwissen schwer ausmachen. Auch Zeugen könnten beeinflusst werden. Man hofft, bald einen Tatverdächtigen präsentieren zu können.