Am Freitag müssen sich am Landesgericht Eisenstadt drei junge Männer wegen mutmaßlicher Hassverbrechen verantworten. Laut Staatsanwaltschaft sollen sie vergangenen Sommer einen Mann nach Parndorf gelockt und brutal zusammengeschlagen haben.
Die drei Angeklagten sollen laut Anklage hinter der Tat stecken. Nur wenige Tage davor sollen sie am selben Ort bereits ähnlich vorgegangen sein. Auch in diesem Fall wurde das Opfer brutal geschlagen.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die Beschuldigten Teil der sogenannten Pedo-Hunter-Szene sein, das berichtet der ORF. Dabei erstellen Personen, die oft aus dem rechtsextremen Milieu stammen, auf sozialen Plattformen gefälschte Profile. Mit diesen locken sie angebliche Pädokriminelle oder auch Homosexuelle an, um sie anschließend zu schlagen, zu erniedrigen, die Tat zu filmen und ins Netz zu stellen.
Erst im Vorjahr wurden in Österreich mehr als 30 Mitglieder dieser internationalen Szene ausgeforscht.
Im aktuellen Prozess müssen sich zwei der Angeklagten unter anderem wegen schwerer Körperverletzung verantworten, einer zusätzlich wegen Sachbeschädigung. Im Fall einer Verurteilung drohen ihnen bis zu fünf Jahre Haft.