Große Änderung

Manner-Chef will Zucker reduzieren, gibt Versprechen ab

Manner verändert seine berühmten Schnitten! 2027 kommt eine zuckerreduzierte Version. Obwohl in der Herstellung teurer, soll der Preis gleich bleiben.
29.10.2026, 10:03
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Die berühmten rosa Manner-Schnitten bekommen Zuwachs! Der Wiener Süßwarenhersteller will 2027 eine neue Variante mit weniger Zucker auf den Markt bringen. Für Naschkatzen gibt es dabei eine erfreuliche Nachricht: Obwohl die Herstellung laut Firmenchef Dieter Messner deutlich teurer wird, soll sich am Verkaufspreis nichts ändern.

Der Traditionsbetrieb reagiert damit auf ein verändertes Konsumverhalten. Gerade jüngere Menschen würden stärker darauf achten, wie viel Zucker in Lebensmitteln enthalten ist.

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Sobald Sie Zucker reduzieren, wird alles teurer“

Im Interview mit der "Kleinen Zeitung" erklärt Messner, warum die neue Rezeptur wirtschaftlich eine Herausforderung darstellt: "Sobald Sie Zucker reduzieren, wird alles teurer", sagt der Manner-Chef: "Weniger Zucker zu verwenden, um billiger zu werden, geht gar nicht, außer Sie wollen den Geschmack verlieren."

Besonders deutlich wird das beim Ersatz durch alternative Süßungsmittel. "Wenn Sie Zucker eins zu eins mit alternativen Süßstoffen ersetzen, steigen die Kosten auf das Vierfache", so Messner.

Neue Schnitten sollen nicht mehr kosten

Trotz der höheren Herstellungskosten will Manner die zusätzliche Belastung nicht über einen höheren Verkaufspreis an die Kunden weitergeben. "Am Preis ändern wir aber nichts", stellt Messner klar.

Der Grund: Süßigkeiten sind in den vergangenen Jahren ohnehin deutlich teurer geworden. Aus Sicht des Managers ist die Grenze dessen, was Konsumenten zu zahlen bereit sind, inzwischen erreicht.

Warum Manner dennoch diesen Schritt wagt? "Nicht ohne Grund gibt es immer mehr Zuckersteuern, die jüngere Generation weist eine hohe Sensitivität beim Thema Zucker auf", erklärt er.

Über zwei Millionen Euro Verlust

Die Ankündigung kommt in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Manner verbuchte im ersten Halbjahr 2026 einen Verlust von mehr als zwei Millionen Euro.

Ein wesentlicher Grund sind die hohen Kakaopreise. Das Unternehmen hatte große Mengen zu teuren Konditionen eingekauft und muss diese Vorräte erst aufbrauchen.

Die finanziellen Auswirkungen dürften laut Messner noch bis Anfang 2027 spürbar sein. Gleichzeitig hätten höhere Schokoladenpreise dazu geführt, dass Kunden weniger kaufen.

Weitere Preissenkungen unwahrscheinlich

Wer nun auf deutlich günstigere Schokolade hofft, wird allerdings enttäuscht. Manner habe im Frühjahr bereits bei ausgewählten Produkten die Preise gesenkt. Weitere Reduktionen seien vorerst unwahrscheinlich, erklärt Messner.

Zusätzlichen Druck erzeugen steigende Verpackungskosten. Diese seien infolge höherer Rohstoffpreise um 20 bis 25 Prozent gestiegen. Auch das Sortiment steht auf dem Prüfstand. Einzelne Produkte könnten wegfallen, komplette Marken sollen aber erhalten bleiben.

red, 29.10.2026, 10:03
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