Beim Linz-Marathon ging es am Sonntag nicht nur um Rekorde und Topzeiten - auch das Schlusslicht wurde zum Publikumsliebling. Martin Enzenebner kämpfte sich nach 6:12:09 Stunden über die 42,195 Kilometer lange Strecke und kam als Letzter ins Ziel.
Dort wartete aber keine Enttäuschung, sondern eine echte Überraschung: Der Läufer wurde am Linzer Hauptplatz empfangen und mit dem "Grünen Lebensqualitätspreis" ausgezeichnet. Als Belohnung gab es ÖBB-Gutscheine im Wert von 100 Euro.
Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie originell. "Wer dabei die Trasse am längsten von Autos freihält, soll mit einem kleinen Dankeschön belohnt werden", erklärte die Linzer Gemeinderätin Rossitza Ekova-Stoyanova. Schließlich habe der Marathon gezeigt, "wie schön es ist, wenn die Stadt den Menschen anstatt den Autos gehört".
Insgesamt waren rund 21.000 Teilnehmer am Start, dazu kamen Tausende Zuschauer entlang der Strecke. Die Veranstaltung verwandelte die Stadt einmal mehr in ein großes Sportfest. "Alle Sportler haben zu einem ganz besonderen Flair beigetragen", so Ekova-Stoyanova.
Für Enzenebner selbst wurde der lange Lauf damit gleich doppelt belohnt: Neben dem Applaus im Ziel gab es auch noch einen unerwarteten Preis obendrauf.