Am Donnerstag um 15 Uhr fiel bei der TU Wien am Karlsplatz der Startschuss für die Großdemonstration unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten!".
Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) macht gegen die geplante Finanzierung der öffentlichen Universitäten mobil. Für die Demonstration wurden bis zu 20.000 Menschen angekündigt.
Hintergrund ist das geplante Universitätsbudget für die Jahre 2028 bis 2030. Die Bundesregierung sieht für die 23 öffentlichen Universitäten rund 16 Milliarden Euro vor. Laut Universitätenkonferenz wären jedoch mindestens 18 Milliarden Euro notwendig, um die gestiegenen Kosten abzudecken. Die ÖH befürchtet massive Einschnitte bei Lehrveranstaltungen, Betreuung und wissenschaftlichem Personal. Auch die Universitäten warnen vor einem Stellenabbau.
Bereits im Vorfeld bereitete sich die Wiener Polizei auf einen Großeinsatz vor. Polizeisprecher Markus Dittrich erklärte gegenüber "Heute", dass es eine umfassende Einsatzplanung gebe.
Neben uniformierten Beamten sind auch zivile Polizisten und Drohnen im Einsatz. Bei den Vorbereitungen wurden laut Dittrich auch Ausschreitungen bei Demonstrationen im Ausland berücksichtigt. Gleichzeitig geht die Polizei jedoch von einem friedlichen Verlauf aus. Konkrete Hinweise auf drohende Ausschreitungen seien nicht bekannt und in der Vergangenheit seien Demonstrationen zudem ohne nennenswerte Zwischenfälle geblieben.
Ab etwa 16 Uhr soll sich der Demonstrationszug vom Resselpark über Karlsplatz, Lothringerstraße und Schwarzenbergplatz auf die Ringstraße bewegen. Weiter geht es über den Franz-Josefs-Kai zurück auf den Ring bis zur Abschlusskundgebung bei der Universität.
Der ÖAMTC warnt vor massiven Staus und längeren Straßensperren. Besonders betroffen sind der Ring, die Zweierlinie und der Franz-Josefs-Kai. Auch auf den Ausweichstrecken über Gürtel und Südosttangente drohen Verzögerunge
Nicht nur Autofahrer müssen starke Nerven beweisen. Auch bei den Wiener Linien kommt es wegen der Demonstration zu Einschränkungen. Unter anderem werden die Straßenbahnlinien 1, 2, D und 71 umgeleitet. Weitere Straßenbahn- und Buslinien müssen zeitweise kurzgeführt werden.
Der ÖAMTC empfiehlt, die Innenstadt großräumig zu meiden und möglichst auf die U-Bahn umzusteigen. Die Verkehrsbehinderungen könnten bis in die Abendstunden andauern.