Bim und Bus

Mega-Demo legt Wien lahm – diese Linien fallen aus

Autofahrer und Öffi-Nutzer brauchen am Donnerstag starke Nerven: Wegen einer Großdemo mit bis zu 20.000 Teilnehmern droht in Wien ein Verkehrschaos.
22.10.2026, 10:17
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In der Wiener Innenstadt geht am Donnerstag (22. Oktober) zeitweise kaum noch etwas! Tausende Menschen demonstrieren gegen die Sparmaßnahmen der Bundesregierung an den Universitäten. Die Folgen für den Verkehr sind massiv.

Der ÖAMTC warnt vor erheblichen Staus, die Wiener Linien müssen zahlreiche Straßenbahnen und Busse umleiten oder kurzführen. Die Großdemonstration unter dem Motto "Alarmstufe Rot – #UnisRetten!" beginnt um 15 Uhr bei der Technischen Universität am Karlsplatz.

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Ring und Franz-Josefs-Kai werden gesperrt

Ab etwa 16 Uhr setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) erwartet mindestens 10.000 Teilnehmer, laut Verkehrsinformationen könnten es sogar bis zu 20.000 werden. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 20 Uhr geplant.

Die Route führt vom Resselpark über den Karlsplatz, die Lothringerstraße und den Schwarzenbergplatz auf die Ringstraße. Von dort marschieren die Demonstranten entgegen der Fahrtrichtung über den Franz-Josefs-Kai und wieder zurück auf den Ring. Die Abschlusskundgebung findet zwischen Universität und Burgtheater statt.

Auf diesen Straßen droht ein Mega-Stau

Für Autofahrer bedeutet das erhebliche Einschränkungen. Ring und Franz-Josefs-Kai werden für längere Zeit gesperrt. Auch auf der Zweierlinie zwischen Schwarzenbergplatz und Karlsplatz kommt es zu kurzfristigen Sperren.

Der ÖAMTC rechnet mit massiven Verkehrsbehinderungen, die weit über die eigentliche Demonstrationsroute hinausgehen. Besonders betroffen sind der gesamte Ring, die Zweierlinie und der Franz-Josefs-Kai. Auch auf der Spittelauer und Rossauer Lände sowie auf der Schüttelstraße und der Oberen und Unteren Donaustraße drohen lange Staus.

Nicht mit dem Auto in die City

Weitere Problemstellen sind die Alserbachstraße, der Praterstern, die Praterstraße, die Franzensbrückenstraße samt Franzensbrücke sowie Rennweg und Prinz-Eugen-Straße. Auch rund um Schwarzenbergplatz und Karlsplatz sowie auf der Burggasse, Lerchenfelder Straße, Josefstädter Straße und Währinger Straße müssen Autofahrer mit erheblichen Verzögerungen rechnen.

Der Verkehrsclub rät dringend davon ab, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren. Auch die üblichen Ausweichstrecken über den Gürtel oder die Südosttangente (A23) dürften völlig überlastet sein.

Diese Straßenbahnlinien werden umgeleitet

Doch auch Öffi-Fahrgäste müssen sich auf massive Einschränkungen einstellen. Wie die Wiener Linien auf "Heute"-Anfrage mitteilen, kommt es ab etwa 15 Uhr zu zahlreichen Umleitungen und Kurzführungen.

Besonders betroffen sind die Straßenbahnlinien 1, 2, D und 71, die wegen der Demonstration am Ring umgeleitet werden müssen. Die Linien 37, 38, 40, 41, 42, 43 und 44 werden vorzeitig gewendet und können ihre regulären Endstationen zeitweise nicht erreichen.

Auf U-Bahn umsteigen

Auch mehrere Buslinien sind betroffen. Die Linie 2A wird eingestellt, die Linien 3A, 4A und 74A verkehren nur auf verkürzten Strecken. Wie lange die Einschränkungen dauern, hängt vom Verlauf der Demonstration ab. Sobald die Straßen wieder freigegeben werden, wollen die Wiener Linien den regulären Betrieb schrittweise aufnehmen.

Wer am Donnerstagnachmittag in der Innenstadt unterwegs ist, sollte unbedingt mehr Zeit einplanen. Sowohl der ÖAMTC als auch die Wiener Linien empfehlen, auf die U-Bahn auszuweichen. Aktuelle Informationen zu Umleitungen, Kurzführungen und Ausfällen gibt es in der WienMobil-App und auf der Homepage der Wiener Linien. Zusätzlich werden Fahrgäste über Durchsagen und Anzeigen an den Haltestellen informiert.

Darum gehen Tausende auf die Straße

Hintergrund der Großdemonstration sind die geplanten Sparmaßnahmen an Österreichs Universitäten. Die ÖH warnt vor schlechteren Studienbedingungen, weniger Lehrveranstaltungen und einem Abbau wissenschaftlicher Arbeitsplätze.

Die 23 öffentlichen Universitäten sollen im kommenden Dreijahresbudget rund 16 Milliarden Euro erhalten. Das entspricht nominell ungefähr dem bisherigen Budget. Laut Universitätenkonferenz (uniko) wären allerdings rund 18 Milliarden Euro notwendig, um allein die Teuerung auszugleichen.

Nulllohnrunde nicht denkbar

Besonders junge Wissenschaftler mit befristeten Verträgen könnten von den Einsparungen betroffen sein. Die Universitätenkonferenz hat bereits vor einem größeren Stellenabbau gewarnt. Auch eine Nulllohnrunde bis 2030 für die rund 68.000 Universitätsbeschäftigten halten die Rektorate für undenkbar.

red, 22.10.2026, 10:17