In den ersten drei Quartalen 2025 erhielten 17.649 Menschen den rot-weiß-roten Pass. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Anstieg um 11,5 Prozent. Diese Zahlen gehen aus einer Analyse von Statistik Austria hervor.
Der Großteil des Anstiegs bezog sich hier mit einem Anteil von 38,2 Prozent auf NS-Opfer und deren Nachkommen. Von ihnen lebt jedoch nur ein kleiner Bruchteil wirklich in Österreich. Zu 99,7 Prozent sind sie im Ausland wohnhaft.
Der zweitgrößte Gruppe an Neo-Österreichern sind jene, die seit mindestens sechs Jahren hier wohnen (31,2 Prozent). In dieser Gruppe sind Syrer am meisten vertreten (19,1 Prozent). Auf Platz zwei folgten Türken (10,8 Prozent) gefolgt von Afghanen (acht Prozent) und Personen aus Bosnien und Herzegowina (4,8 Prozent) sowie Iranern (4,7 Prozent).
Ein Fünftel der bis September 2025 eingebürgerten Personen wurde in Österreich geboren (20,2 Prozent). Nahezu ein Drittel war unter 18 Jahren (32,3 Prozent), der Frauenanteil lag bei 50 Prozent.
Betrachtet man die Lage auf die Bundesländer bezogen, so wurden in sieben davon bisher mehr Personen eingebürgert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am höchsten waren die relativen Zuwächse in Vorarlberg (43,6 Prozent), dem Burgenland (30,1 Prozent), Niederösterreich (28,5 Prozent) und Wien (18,3 Prozent). Geringere Anstiege verzeichneten Tirol (9,2 Prozent), Steiermark (7,6 Prozent) und Kärnten (zwei Prozent). Einen Rückgang gab es in Oberösterreich (minus 8,7 Prozent) und in Salzburg (minus 5,8 Prozent).