Auf Salzburgs Märkten gelten schon bald neue Regeln. Der Stadtsenat hat am Montag eine neue Marktordnung beschlossen. Für Besucher wird sich einiges ändern, besonders rund um den beliebten Grünmarkt am Universitätsplatz.
Dort dürfen ab November größere Schanigärten betrieben werden, das berichtet der ORF. Dafür wurde genau festgelegt, welche Bereiche weiterhin zum Markt gehören und welche Flächen künftig von der Gastronomie genutzt werden können.
"Wir haben die Marktfläche jetzt genau eingegrenzt bzw. definiert, wo Marktgebiet ist und welche Flächen übrig bleiben und für Schanigärten genutzt werden können", sagte der zuständige Vizebürgermeister Christoph Brandstätter (ÖVP) laut ORF.
Auch bei den Öffnungstagen, Zeiten und Flächen für die Schanigärten gibt es Erweiterungen. Freitag und Samstag spielen dabei künftig eine größere Rolle.
Die neuen Regeln waren zuvor intensiv zwischen Gastronomen und Standlern diskutiert worden. Laut Brandstätter sei man nun weitgehend auf einen gemeinsamen Nenner gekommen.
"Die Standler sind, soweit mir bekannt, zufrieden, sie sind damit einverstanden, die Betreiber der Schanigärten großteils auch. Es gibt, glaube ich, noch einen Wirt, der gerne noch mehr Fläche gehabt hätte, aber das haben wir nicht bieten können", so Brandstätter.
Auch beim Einkaufen bekommen Marktbesucher mehr Auswahl. Das erlaubte Sortiment am Grünmarkt und auf der Schranne wird erweitert.
Standler dürfen künftig unter anderem Schokolade, Nüsse sowie Tee- und Kaffeewaren anbieten. Auch Wein kommt dazu. Am Grünmarkt darf dieser künftig offiziell ausgeschenkt werden.
Neu geregelt werden zudem die Biomärkte am Kajetanerplatz und in Lehen. Beide werden in die Marktordnung aufgenommen, so der ORF.
Eine konkrete Neuerung gibt es auch für Hundebesitzer. Vierbeiner dürfen künftig auf den Wochenmarkt mitgenommen werden. Allerdings gelten klare Vorgaben: Die Tiere müssen an der Leine geführt werden und einen Beißkorb tragen.
Die neuen Regeln betreffen außerdem Salzburgs Adventmärkte. Bei mehreren Märkten werden Öffnungstage und Öffnungszeiten angepasst. Dazu zählen etwa die Märkte in Hellbrunn, am Mirabellplatz und in der Altstadt.
Für die Standler bringt die Reform allerdings höhere Kosten. Mit 1. Jänner werden die Standgebühren um 35,5 Prozent angehoben. Laut Stadt ist es die erste Erhöhung seit 2018.