Zwei Dutzend Einbrüche, gestohlene Fahrzeuge für nächtliche Spritztouren und zahlreiche Diebstähle – die Vorwürfe gegen drei Jugendliche wiegen schwer. Am Freitag standen ein 16-Jähriger, ein 14-Jähriger und eine 17-Jährige deshalb vor dem Salzburger Landesgericht.
Rund neun Monate lang waren die Jugendlichen vor allem in der Stadt Salzburg und im Tennengau aktiv. Laut Anklage sollen sie etwa zwei Dutzend Autos aufgebrochen und Wertgegenstände entwendet haben. Außerdem hätten sie gezielt nach Autoschlüsseln gesucht, um Spritztouren zu unternehmen. Auch das Fenster eines Kindergartens sollen sie eingeschlagen haben. Aufgrund der Schwere der Vergehen wurden die Jugendlichen in U-Haft genommen.
Am Freitag wurde der 16-jährige Hauptangeklagte zu zwölf Monaten Haft verurteilt, davon drei Monate unbedingt. Der 14-Jähriger erhielt eine Strafe von acht Monaten, davon zwei Monate unbedingt, und die 17-Jährige wurde zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt.
Der verursachte Gesamtschaden beläuft sich auf mehr als 50.000 Euro. Vor Gericht zeigten sich alle drei Jugendlichen geständig. Als Motiv nannten sie falsche Freunde, den Einfluss ihres Umfelds, Langeweile und Geldnot. Sie versicherten, ihr Verhalten bereut zu haben und in Zukunft keine Straftaten mehr begehen zu wollen. Ob sie ihr Versprechen halten, bleibt abzuwarten.