Großeinsatz am Freitagnachmittag in St. Pölten: Rund um den Bahnhofplatz rückten Polizei und Rettung mit einem Großaufgebot aus. Auch im Bereich Klostergasse und Grenzgasse wurden Einsatzkräfte gesichtet, mehrere Bereiche wurden abgesichert.
Wie die Polizei später mitteilte, waren ein 20-Jähriger und ein 19-Jähriger aus St. Pölten im Bereich des Bahnhofs in Streit geraten. Dabei soll der 20-Jährige ein Messer gezogen und dem 19-Jährigen eine Schnittwunde am Oberarm zugefügt haben. Danach flüchtete der zunächst unbekannte Täter.
Auf seiner Flucht soll der Beschuldigte dann ein zweites Opfer attackiert haben: Ein 14-jähriger Bub aus St. Pölten wurde laut Polizei mit dem Messer im Brustbereich verletzt. Beide Opfer erlitten Verletzungen unbestimmten Grades und wurden ins Uniklinikum St. Pölten gebracht.
Kurz darauf klickten die Handschellen: Polizisten hielten den 20-Jährigen an und nahmen ihn vorläufig fest. Bei der Einvernahme zeigte er sich laut Polizei zum Teil geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde er in die Justizanstalt eingeliefert.
Politisch sorgt der Fall bereits für Wirbel. FPÖ-Landesrat und St. Pöltner Gemeinderat Martin Antauer spricht von einem "Massentumult unter jungen Afghanen" und erklärt: "Das sind leider jene Zustände, vor denen wir immer gewarnt haben. St. Pölten darf aber nicht Wien werden." Die Polizei nannte in ihrer Aussendung keine Nationalitäten.
Auch FPÖ-Stadtrat Klaus Otzelberger legt nach: "St. Pölten hat ein Problem und das wird von Rot-Grün ignoriert. Wir benennen das Problem: Ausländerkriminalität."