Zuckerberg muss umdenken

Metas KI-Traum völlig geplatzt – Chaos statt Effizienz

Der Facebook-Konzern wollte Mitarbeiter durch KI ersetzen. Nun zeigt sich: Die Technologie macht mehr Probleme, als sie löst.
Digital  Heute
28.08.2026, 15:58
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Anfang 2026 war Meta noch einer der lautstärksten KI-Verfechter der Tech-Branche. Im Rahmen des sogenannten "Project OT" sollten Mitarbeiter in erheblichem Umfang durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden. Das Ziel: Der Zuckerberg-Konzern sollte "AI native" werden.

220 Prozent mehr Code, aber kaum neue Funktionen

Doch diese Pläne sind nun in sich zusammengefallen. Wie es bei Computerwoche unter Berufung auf Reuters heißt, legen interne Daten nahe, dass die Meta-Führungsebene bei ihrer Planung wohl dem KI-Marketing-Hype erlegen ist. Die Code-Änderungen an internen Plattformen stiegen zwar um 220 Prozent – neue oder verbesserte Funktionen für die User aber nur um 36 Prozent.

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Der massive Anstieg von KI-generiertem Code ließ bei Meta-Führungskräften die Alarmglocken schrillen. Insider berichten von unkontrollierten KI-Agenten, die in großem Maßstab disruptive Aktionen durchführten. Die Folge: schwerwiegende technische und sicherheitsrelevante Vorfälle, etwa Service-Unterbrechungen und mögliche Daten-Leaks.

Mitarbeiter wehren sich gegen Überwachung

Die Zahl der Incidents stieg im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent, der Zeitaufwand zur Behebung um 70 Prozent. Besonders brisant: Meta wollte seine Belegschaft mit Tracking-Software durchleuchten, um die KI-Agenten zu trainieren. Die Mitarbeiter lehnten sich dagegen auf – sie befürchteten, sich so selbst abzuschaffen.

Um zu beschwichtigen, stellte der Konzern zunächst höhere Budgets für Reisen und Events in Aussicht – sowie qualitativ hochwertigere Snacks für die Büroküchen. Wenig überraschend konnte das die Stimmung nicht heben.

Experten warnen vor unkritischem KI-Einsatz

Obwohl die KI-Pläne in ihrer bisherigen Form erst einmal vom Tisch sind, gibt es für die Meta-Mitarbeiter keinen Grund zur Entwarnung. CEO Zuckerberg spricht intern weiter über unternehmensweite Personalmaßnahmen – die Kürzungen könnten schlicht auf 2027 verschoben werden.

Analysten mahnen zur Vorsicht. Sanchit Vir Gogia von Greyhound Research sieht Metas Fehler darin, "prognostizierte Fähigkeiten von KI-Agenten als gesetzt betrachtet" zu haben. Und Justin Greis von Acceligence warnt: "KI kann ein Unternehmen außerordentlich auf Trab halten, ohne es zwangsläufig produktiver zu machen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.08.2026, 15:58