Microsoft baut sein Cloud-Gaming-Angebot um. Wer Xbox-Spiele künftig über die Cloud streamen will, soll nicht mehr unbegrenzt spielen können, ohne zusätzliche Kosten einzuplanen, berichtet "Shock2".
Ab November erhalten Game-Pass-Abonnenten je nach Tarif ein monatliches Zeitkontingent. Gleichzeitig testet Microsoft ein Modell, bei dem Spielstunden separat gekauft werden können – auch ohne laufendes Abo.
Die neuen Stundenpakete sind seit 21. Oktober zunächst für ausgewählte Mitglieder des Xbox-Insider-Programms verfügbar. Zum Start kostet ein Paket mit zehn Stunden 3,99 US-Dollar. Für 7,99 Dollar gibt es 25 Stunden, für 11,99 Dollar insgesamt 50 Stunden.
Die gekaufte Spielzeit verfällt nicht und kann später genutzt werden. Die Preise sind vorerst Einführungspreise in US-Dollar; wann und zu welchen Konditionen das Angebot in Österreich startet, ist noch offen.
Auch bei den Game-Pass-Abos wird die Cloud-Spielzeit begrenzt. Ultimate-Kunden erhalten künftig 15 Stunden pro Monat, bei Premium sind es zehn Stunden und bei Essential fünf Stunden. Wer das Kontingent aufgebraucht hat, kann weitere Stunden kaufen.
Microsoft hatte angekündigt, die Limits im November einzuführen. Laut Unternehmen soll die Änderung rund vier Prozent der Game-Pass-Abonnenten betreffen.
Microsoft begründet den Schritt mit steigenden Kosten für die Bereitstellung des Cloud-Gamings. Gleichzeitig öffnet der Konzern den Dienst für Menschen ohne Game-Pass-Abo. Sie können künftig kompatible Spiele, die sie besitzen, über unterstützte Geräte streamen, wenn sie dafür Spielzeit kaufen.
Zusätzlich testet Xbox einen kostenlosen, werbefinanzierten Zugang. Die bezahlten Stundenpakete sollen hingegen ohne Werbung, mit kürzeren Wartezeiten und hoher Streamingqualität angeboten werden.