Was und wer wird wann gewählt

Midterms 2026: Die wichtigsten Termine im Überblick

Am 3. November finden in den USA die Midterms. Welche Auswirkungen die Zwischenwahlen auf Trumps Präsidentschaft haben können. Alle Termine.
Newsdesk Heute
10.10.2026, 15:26
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Die sogenannten Midterms, also die US-Zwischenwahlen, werden traditionell zur Halbzeit der vierjährigen Amtszeit des US-Präsidenten abgehalten.

Am 3. November entscheiden die Amerikaner darüber, wie die Machtverhältnisse im Kongress künftig aussehen. Dabei werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus sowie 35 Mandate im Senat neu vergeben.

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Wichtige Stationen bis zur Wahl

Der Weg zu den Kongresswahlen zieht sich über das gesamte Jahr. Die Vorwahlen – sogenannte Primaries und Caucuses – begannen am 3. März, etwa in Texas, North Carolina und Arkansas, und endeten am 15. September in Delaware.

In vielen Bundesstaaten startet die Stimmabgabe schon lange vor dem eigentlichen Wahltag: Früh- und Briefwahl sind in einigen Staaten bis zu 50 Tage vor dem 3. November möglich.

Die offizielle Zertifizierung der Wahlergebnisse erfolgt im Dezember. Die konstituierende Sitzung des neuen Kongresses ist für Jänner 2027 geplant.

Im US-Repräsentantenhaus werden alle zwei Jahre sämtliche Sitze neu besetzt. Zusätzlich werden nicht stimmberechtigte Delegierte aus US-Territorien wie Amerikanisch-Samoa, Guam, den Nördlichen Marianen, Puerto Rico, den Amerikanischen Jungferninseln und dem Regierungsbezirk Washington, D.C. gewählt.

Die Mehrheiten im Repräsentantenhaus hängen oft von wenigen hart umkämpften Wahlkreisen ab. Für die Republikaner gilt es, ihre Mehrheit zu verteidigen, während die Demokraten auf Zugewinne in Vorstädten hoffen.

Wahlkampfplakate und andere Poster hängen am Fenster der Parteizentrale der Demokraten im Geauga County in Newbury, Ohio.
REUTERS/Shannon Stapleton

Senat, Gouverneurswahlen und Wahlregeln

Im Senat stehen 35 Mandate zur Abstimmung. Neben den regulären Sitzen gibt es zwei Sonderwahlen, nachdem JD Vance und Marco Rubio neue Ämter übernommen haben.

Auch in 36 Bundesstaaten sowie in drei US-Territorien finden parallel Gouverneurswahlen statt. Diese Entscheidungen beeinflussen nicht nur die regionale Politik, sondern auch nationale Themen – etwa das Wahlrecht oder künftige Präsidentschaftswahlen.

Bundesweite Themen wie Wirtschaft, Inflation oder Außenpolitik sind wahlentscheidend. Zugleich sorgt der Streit um Wahlgesetze, Briefwahlregeln und Sicherheitsvorkehrungen für Diskussionen. Besonders im Fokus steht das sogenannte Gerrymandering, also der Zuschnitt von Wahlkreisen, der die Mehrheiten im Repräsentantenhaus stark beeinflussen kann.

Auswirkungen auf Trumps Präsidentschaft

Die Midterms 2026 sind ein wichtiger Stimmungstest für die Präsidentschaft von Donald Trump. Erfahrungsgemäß verliert die Partei des amtierenden Präsidenten bei den Zwischenwahlen oft Sitze im Kongress.

Sollten die Demokraten eine oder beide Kammern zurückerobern, hätte das gravierende Konsequenzen: Die Gesetzgebung würde erschwert, Untersuchungsausschüsse könnten eingesetzt werden, und der Senat hätte bei der Besetzung wichtiger Positionen mehr Einfluss.

Die gewählten Volksvertreter treten ihr Amt im Jänner 2027 offiziell an. Da der 3. Jänner auf einen Sonntag fällt, ist eine Verlegung auf den 4. Jänner wahrscheinlich.

red,10.10.2026, 15:26