Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern werden österreichweit mittlerweile durchschnittlich 1.123 Euro monatlich verlangt, das zeigt eine aktuelle Analyse von ImmoScout24. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Quadratmeterpreis von 15,10 auf 16 Euro geklettert.
Wie groß die Unterschiede innerhalb Österreichs sind, zeigt der Vergleich der Bundesländer. In Wien müssen Wohnungssuchende für 70 Quadratmeter mittlerweile mit rund 1.581 Euro monatlich rechnen. Damit bleibt die Bundeshauptstadt das teuerste Pflaster des Landes.
Knapp dahinter folgt Tirol mit 1.522 Euro. Auch in Salzburg sind die Preise mit 1.418 Euro für eine vergleichbare Wohnung hoch.
Ganz anders sieht es im Burgenland aus. Dort werden für 70 Quadratmeter durchschnittlich nur 792 Euro verlangt. Wer in Wien eine Wohnung dieser Größe sucht, muss damit rechnerisch um 789 Euro mehr pro Monat bezahlen.
Die aktuelle Auswertung zeigt, wie viel für eine Mietwohnung mit 70 Quadratmetern monatlich verlangt wird.
Besonders auffällig ist die Entwicklung in der Steiermark. Dort sind die angebotenen Mieten innerhalb eines Jahres um satte 14 Prozent gestiegen. Kein anderes Bundesland verzeichnet einen so starken Anstieg.
Während Wohnungssuchende in acht Bundesländern mit höheren Preisen konfrontiert sind, gibt es im Burgenland eine Ausnahme. Dort sind die Angebotsmieten um vier Prozent zurückgegangen. Mit 11,30 Euro pro Quadratmeter bleibt das Burgenland damit auch das günstigste Bundesland Österreichs.
In Wien sieht die Situation völlig anders aus. Hier sind die Mieten um sieben Prozent auf 22,60 Euro pro Quadratmeter gestiegen.
Die steigenden Wohnkosten bereiten vielen Österreichern Kopfzerbrechen. Laut einer Trendumfrage von ImmoScout24 unter 1.000 Befragten sorgen sich 39 Prozent der Mieter um ihre Wohnkosten.
"In manchen Bundesländern stieg zwar das Angebot an Wohnungen, aber das heißt nicht, dass dort die Mieten sinken. Die tatsächliche Miethöhe hängt mit der Lage und Qualität des angebotenen Wohnraums sowie mit den Betriebskosten zusammen. Unabhängig davon spielen die Preise für Strom und Heizung eine wesentliche Rolle für die Leistbarkeit des Wohnens", sagt ImmoScout24-Geschäftsführer Joseph Obiegbu.
Die Analyse basiert auf Angebotsdaten aus den ersten neun Monaten 2025 und 2026. Berücksichtigt wurden Bruttomieten inklusive Betriebskosten und Steuern. Strom- und Heizkosten kommen noch dazu. Die Zahlen beziehen sich auf neu angebotene Mietobjekte und nicht auf bestehende Mietverträge.