Massaker schockiert

Mindestens 43 Tote bei Angriff im Nordosten Kongos

Bei einem Angriff der ADF-Miliz im Nordosten Kongos wurden laut Armeeangaben mindestens 43 Menschen getötet und zahlreiche Häuser zerstört.
Newsdesk Heute
03.04.2026, 17:26
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Mindestens 43 Menschen sind bei einem brutalen Angriff im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ums Leben gekommen. Das meldet die Armee. Die Miliz Alliierte Demokratische Kräfte (ADF), die mit dem Islamischen Staat (IS) in Verbindung steht, hat laut Armeeangaben das Dorf Bafwakoa in der Provinz Ituri überfallen.

Der Sprecher der kongolesischen Armee in Ituri, Jules Tshikudi Ngongo, sagte am Donnerstag: "Die Bilanz beläuft sich auf 43 getötete Landsleute." Bei dem Angriff, rund 300 Kilometer westlich von der Provinzhauptstadt Bunia, wurden außerdem 44 Häuser niedergebrannt. Das Netzwerk Kivu Security Tracker, das aus Analysten im Ostkongo besteht, spricht im Onlinedienst X von "mindestens 35 getöteten Zivilisten".

Opferzahl dürfte noch weiter steigen

Auch Jospin Paluku, ein Vertreter einer lokalen zivilgesellschaftlichen Organisation, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: "Mindestens 35 getötete Zivilisten", deren Leichen "bereits gefunden wurden". Er erklärte weiter: "Weitere Opfer sind in ihren Häusern verbrannt, und andere befinden sich im Busch, die Bilanz ist also höher."

Laut Paluku wurden die Bewohner im Schlaf überrascht. "Die Opfer wurden mit Schusswaffen getötet und viele wurden enthauptet." Die Bilder seien "unerträglich", so Paluku. Mehrere Bewohner sollen von der ADF verschleppt worden sein.

ADF stammt ursprünglich aus Uganda

Die ADF stammt ursprünglich aus Uganda und ist in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Osten des Kongo aktiv. Die Miliz ist dafür berüchtigt, Frauen und Kinder zwangsweise zu rekrutieren. Diese werden oft als menschliche Schutzschilde oder als Hilfskräfte in abgelegenen Lagern im Wald eingesetzt.

Seit 2021 versucht die ugandische Armee gemeinsam mit dem kongolesischen Militär, die ADF in Nord-Kivu und Teilen von Ituri zu bekämpfen.

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