Aufregung gab es im Vorjahr um eine Familie mit elf Kindern, die in Wien pro Monat rund 9.000 Euro Sozialhilfe bekam. Rund 6.000 Euro entfielen auf Mindestsicherung und Mietbeihilfe.
Weil heuer der Elternzuschlag wegfällt, sind es nur rund 20 Euro Mindestsicherung weniger pro Monat. Die Einbußen sind aber weitaus größer – der Betrag richtet sich nach Wohnsituation und Mietbehilfe, ist komplex zu berechnen.
Online kann man zur Orientierung nachrechnen: Bei einer geschätzten Miete von 1.200 Euro pro Monat würde die Familie in Wien heuer insgesamt rund 795 Euro weniger monatlich bekommen – so eine beispielhafte Berechnung von Mindestsicherung und Mietbeihilfe. Die Familienbeihilfe bleibt mit etwas über 3.000 Euro unverändert, ist Bundessache.
Fakt ist: Alle Bezieher bekommen heuer weniger Geld, die Mindestsicherung wird in Wien noch weiter angepasst. Junge Erwachsene sollen stärker in das Erwerbsleben integriert werden. Hier wird nun bis zum Sommer nachjustiert, heißt es aus dem Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SP).
Die volle Höhe der Beihilfe (mindestens 615 Euro monatlich), wird nur noch bei Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze (552,80 Euro), Lehrausbildung oder bei Schulbesuch ausbezahlt. Die Maßnahme wurde bereits angekündigt, nun steht der Fahrplan – Ausnahmen gibt es zum Beispiel für arbeitsunfähige Personen. Verpflichtungen zu AMS- und Deutschkursen bleiben aufrecht.