Wien setzt Kürzungen um

Mindestsicherung: So viel Minus bei 9.000-€-Familie

Junge Erwachsene bekommen nur noch dann die ganze Mindestsicherung, wenn Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze liegt – Umsetzung bis Sommer!
Thomas Peterthalner
04.02.2026, 05:16
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Aufregung gab es im Vorjahr um eine Familie mit elf Kindern, die in Wien pro Monat rund 9.000 Euro Sozialhilfe bekam. Rund 6.000 Euro entfielen auf Mindestsicherung und Mietbeihilfe.

Komplexe Berechnung

Weil heuer der Elternzuschlag wegfällt, sind es nur rund 20 Euro Mindestsicherung weniger pro Monat. Die Einbußen sind aber weitaus größer – der Betrag richtet sich nach Wohnsituation und Mietbehilfe, ist komplex zu berechnen.

Hunderte Euro pro Monat weniger

Online kann man zur Orientierung nachrechnen: Bei einer geschätzten Miete von 1.200 Euro pro Monat würde die Familie in Wien heuer insgesamt rund 795 Euro weniger monatlich bekommen – so eine beispielhafte Berechnung von Mindestsicherung und Mietbeihilfe. Die Familienbeihilfe bleibt mit etwas über 3.000 Euro unverändert, ist Bundessache.

Neuer Plan wird bis Sommer umgesetzt

Fakt ist: Alle Bezieher bekommen heuer weniger Geld, die Mindestsicherung wird in Wien noch weiter angepasst. Junge Erwachsene sollen stärker in das Erwerbsleben integriert werden. Hier wird nun bis zum Sommer nachjustiert, heißt es aus dem Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SP).

Volle Höhe an Leistung gekoppelt

Die volle Höhe der Beihilfe (mindestens 615 Euro monatlich), wird nur noch bei Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze (552,80 Euro), Lehrausbildung oder bei Schulbesuch ausbezahlt. Die Maßnahme wurde bereits angekündigt, nun steht der Fahrplan – Ausnahmen gibt es zum Beispiel für arbeitsunfähige Personen. Verpflichtungen zu AMS- und Deutschkursen bleiben aufrecht.

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