Studie zeigt Handlungsbedarf

Minister-Appell: Europa zu "Kurswechsel" gezwungen

Österreichs Außenwirtschaft steht massiv unter Druck. Neue Märkte wie Indien sollen nun für Wachstum sorgen, so Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer.
Michael Rauhofer-Redl
19.05.2026, 08:47
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Die Weltwirtschaft wird härter, geopolitischer und unsicherer. Das zeigt das neue FIW-Jahresgutachten zur Lage der österreichischen Außenwirtschaft. Für Österreich sind die Zahlen ernüchternd: Die Warenexporte gingen 2025 nominell um 0,5 Prozent zurück, die Importe stiegen hingegen um 4,1 Prozent.

Damit verschlechterte sich die Handelsbilanz binnen eines Jahres um 8,8 Milliarden Euro. Gründe dafür sind vor allem geopolitische Konflikte, hohe Energiepreise, neue Handelsbarrieren und zunehmender Protektionismus.

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Hattmannsdorfer: "Europa muss strategisch handeln"

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) fordert deshalb einen Kurswechsel in Europa. "Europa muss wieder strategisch handeln - sonst verlieren wir Wohlstand, Industrie und technologische Souveränität", warnt er.

Besonders im Fokus stehen neue Wachstumsmärkte. Indien soll bis 2029 ein zusätzliches Importwachstum von rund 308 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Für österreichische Betriebe könnten vor allem Maschinenbau, Industrieanlagen, Umwelttechnologien und technische Infrastruktur neue Chancen bringen.

Energiepreise als großes Risiko

Auch die Energiepreise bleiben ein großes Risiko. Ein längerer Nahost-Konflikt samt Blockade der Straße von Hormus könnte laut WIFO-Expertin Elisabeth Christen die Energiepreise hochhalten und Lieferketten weiter belasten.

Die Bundesregierung will mit der Industriestrategie Österreich 2035 gegensteuern. Ziel ist, Österreich wieder unter die Top-10 der wettbewerbsfähigsten Industrienationen zu bringen. Im Mittelpunkt stehen Schlüsseltechnologien, schnellere Verfahren, weniger Bürokratie, leistbare Energie und neue internationale Partnerschaften.

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