Am Mittwoch gelang es dem Schwimmer Georg Findenig den North Channel zu durchschwimmen. Mit 39 Kilometer ist das einer der härtesten Freiwasserstrecken der Welt. Zwölf Stunden und zwei Minuten kämpfte der Kärntner gegen eisiges Wasser und starke Strömungen.
Die Meerenge trennt Nordirland von Schottland und misst eine Luftlinie von 35 Kilometern. Da jedoch starke Gegenströmungen auftreten können, legen manche Schwimmer oft bis zu 40 Kilometer oder sogar mehr zurück. Laut eigenen Angaben schwamm Findenig 39 Kilometer. Die Wassertemperatur betrug dabei nur 13 Grad. Es sei "die Hölle gewesen", sagte er nach seinem Erfolg. Die harten Bedingungen hätten ihm stark zugesetzt. Sein Sohn und zwei Freunde, darunter ein Mediziner, begleiteten ihn.
Besonders die massiven Gegenströmungen erschwerten seinen Extremversuch. Vor allem die letzten 900 Meter seien sehr hart gewesen. Obwohl er normalerweise nur etwa elf Minuten für so eine Strecke benötigt, habe er dort eine Stunde gebraucht.
Der North Channel gilt unter den Langstreckenschwimmern als eine der schwierigsten und herausforderndsten der Ocean Seven. Das ist die größte Herausforderung im Langstreckenschwimmen, die aus sieben der schwierigsten Meerengen der Welt besteht. Viele betrachten die Strecke zwischen Nordirland und Schottland als die schlimmste von allen.
Bereits vor zwei Jahren durchschwamm Findenig schon den Ärmelkanal. Zusätzlich absolvierte er acht Mal einen Ironman und hat unzählige Kärntner und Österreichische Meistertitel im Jugend- und Juniorenschwimmen. Darüber hinaus sicherte er sich mehrere Staatsmeistertitel.