Das gemeinnützige Haus der Barmherzigkeit bietet Langzeitpflege für schwer pflegebedürftige Menschen. In sieben Einrichtungen in Wien und Niederösterreich werden rund 1.300 Bewohner mit chronischen Erkrankungen betreut, darunter auch 14 Kinder und Jugendliche im Pflegedomizil "Fridolina".
Grund genug, das 150-jährige Bestehen des Hauses mit viel Prominenz und einem Festakt am Donnerstag in der Aula der Wissenschaften in der Wiener City zu feiern. Mit seiner Gründung im Jahr 1875 war das Haus der Barmherzigkeit die erste Einrichtung in Österreich, die Menschen – unabhängig von Herkunft oder Religion – kostenlos medizinisch und pflegerisch versorgte. Damit setzte es neue Standards in der Pflege und legte den Grundstein der modernen Geriatrie.
Die Veranstaltung würdigte diese Errungenschaften und warf auch einen Blick auf die Herausforderungen und Lösungswege für die Zukunft. Nach der Begrüßung durch den Instituts-Direktor Christoph Gisinger hielt Med-Uni-Wien-Direktor Markus Müller seine Festrede "Barmherzigkeit und Wissenschaft".
Anschließend folgten Grußworte des Wiener Gesundheits-Stadtrates Peter Hacker (SPÖ), der niederösterreichischen Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) und der Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Kardinal Christoph Schönborn und der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl sprachen ihren Segen. Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein, Thomas Schäfer-Elmayer samt Lebensgefährtin Christine Zach, Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat und Ex-Stadtrat Sepp Rieder lauschten andächtig.
Das "Haus der Barmherzigkeit" arbeitet interdisziplinär mit Pflege, Therapie, Medizin, Behindertenarbeit sowie Lehre und Forschung zusammen. So werden mit dem "Habit"-Inklusionsteam rund 480 Betreuungsplätze für Menschen mit mehrfachen Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf angeboten. Die Leistungen werden durch den Fonds Soziales Wien (FSW) aus Mitteln der Stadt Wien sowie durch das Land Niederösterreich gefördert.