Wenn die Temperaturen draußen frostig werden, beginnt für viele Pflanzen eine stressige Zeit – selbst für diejenigen, die das ganze Jahr über in der warmen Wohnung stehen. Besonders kritisch wird es für Topfpflanzen auf dem Fensterbrett. Dieses gilt zwar als Lieblingsplatz vieler Zimmerpflanzen, doch im Winter kann der Ort schnell zur Belastungsprobe werden. Schließlich warten dort nicht nur kühle Glasflächen, sondern auch Zugluft und Temperaturschwankungen, die das Grün vor echte Herausforderungen stellen.
Ursache für den Stress ist ein grundlegendes physikalisches Problem: Die Scheibe des Fensters gibt nachts erhebliche Kälte ab, während von unten die warme Heizluft nach oben in Richtung Blattwerk steigt. Diese ungewöhnliche Kombination aus zu warm und zu kalt kann dazu führen, dass Pflanzen Wasser schlechter aufnehmen und unter Blattverlust oder Wachstumsstörungen leiden. Besonders empfindlich sind dabei die Wurzeln, die im Topf oft direkt den kühlen Kontakt zur Fensterbank spüren.
Dem kann jedoch mit einem einfachen, aber effektiven Trick entgegengewirkt werden: einem "Polster" für den Topf. Damit sind isolierende Materialien gemeint, die unter dem Pflanzgefäß angebracht werden, um den direkten Kontakt zur kalten Oberfläche zu reduzieren. Dazu eignen sich unter anderem Styroporplatten, die exakt auf die Größe des Topfes zugeschnitten werden, aber auch natürliche Dämmstoffe wie Kork oder Filz erfüllen diesen Zweck und fallen optisch kaum ins Gewicht.
Auch für größere Pflanzen bieten sich Lösungen an: Roll-Untersetzer schaffen nicht nur Abstand zum kalten Untergrund, sondern erleichtern zugleich das Umstellen der Gewächse bei wechselnden Lichtverhältnissen oder beim Lüften.