Schnee, Wind und Minusgrade – da bleibt das Fenster oft lieber zu. Doch genau jetzt solltest du auf frische Luft in deiner Wohnung achten. Lüften sorgt nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern ist auch wichtig für deine Gesundheit.
Wenn warme, feuchte Luft aus dem Inneren auf kalte Flächen wie Fenster oder Wände trifft, entsteht Kondenswasser. Und das ist ein idealer Nährboden für Schimmel. Drehst du aus Spargründen die Heizung runter, wird das Problem sogar noch größer: Kalte Luft kann nämlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Bist du dir unsicher, wie feucht es bei dir daheim ist, hilft ein Hygrometer. Ab 60 Prozent Luftfeuchtigkeit solltest du spätestens lüften.
Nicht zu lüften ist aber nicht nur wegen möglichem Schimmel ein Problem. Es kann auch deiner Gesundheit schaden. "Ohne zu lüften ist die Luft in Innenräumen irgendwann 'verbraucht': Die CO₂-Konzentration in der Raumluft steigt und führt häufig zu Müdigkeit und Kopfschmerzen", erklärt Architektur-Expertin Christina Brunner gegenüber "20 Minuten".
„Ohne zu lüften ist die Luft in Innenräumen irgendwann 'verbraucht': Die CO₂-Konzentration in der Raumluft steigt und führt häufig zu Müdigkeit und Kopfschmerzen.“
Grundsätzlich gilt: Stoßlüften ist immer besser als das Fenster den ganzen Tag gekippt zu lassen. Das gilt im Winter genauso wie im Sommer. Wie lange du das Fenster offen lassen solltest, hängt von der Temperatur draußen ab. Liegt sie unter 0 Grad, reichen fünf Minuten. Hier kommt die 5x5-Regel ins Spiel: Bei Frost solltest du fünfmal am Tag für jeweils fünf Minuten lüften. Wenn dir das zu oft ist, kannst du auch dreimal am Tag lüften.
Zwischen 0 und 10 Grad reichen zehn Minuten. Ist es draußen wärmer als 10 Grad, kannst du das Fenster ruhig 15 Minuten offen lassen.
Wer nicht im Homeoffice arbeitet, kann nicht fünfmal am Tag lüften. Die gute Nachricht: Wenn du tagsüber kaum daheim bist, musst du auch nicht so oft lüften. Der Hauptgrund für schlechte Luft ist nämlich Kochen, Duschen und das CO₂, das du ausatmest. In dem Fall reicht es, einmal in der Früh vor der Arbeit, einmal nach dem Heimkommen und einmal vor dem Schlafengehen zu lüften.