Ein 40-Jähriger soll in Wien-Meidling zwischen 2013 und 2024 Strom und Gas illegal abgezapft haben, so Energie um 15.755 Euro ergaunert haben. Fast zehn Jahre soll der Eisenbieger ordentlich getrickst haben. Laut Anklage wird dem 40-Jährigen vorgeworfen, Strom- und Gaszähler manipuliert zu haben.
Konkret soll er an dem in seiner Wohnung montierten Stromzähler die Eich- und Polkastenplomben entfernt haben. Zudem seien die Zuleitungsdrähte im Anschlussteil vertauscht und sogar ein Loch in das Gerät gebohrt worden. So soll die Zählerscheibe mit einem Fremdkörper beeinflusst worden sein, um den tatsächlichen Verbrauch zu verschleiern.
Auch beim Gas soll nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Der Mann soll einen mehrfach gesperrten und danach wieder aufgedrehten Gasmesszähler verwendet haben. Der entstandene Schaden belief sich laut Anklage auf 15.755,27 Euro. Die Staatsanwaltschaft warf ihm das Vergehen der Entziehung von Energie vor.
"Ich zahle laufend Schulden zurück", gab der Angeklagte vor Gericht an, gewährte dem Richter sogar Einblick in sein Online-Banking. "Dennoch sei noch eine große Summe offen", erklärte ein Mitarbeiter der Wiener Netze im Zeugenstand. Dem Gericht hatte der Angeklagte die Zahlungen nicht gemeldet, saß deshalb nun auf der Anklagebank. "Das ist lästig", so der Richter. "Aber wir müssen es erledigen." Der Eisenbieger kam mit einer Diversion davon – noch nicht rechtskräftig, weil der Angeklagte ohne Anwalt vor Gericht erschienen war. Die Unschuldsvermutung gilt.