Genehmigung abgelaufen

Müllberge, Scherben – Großeinsatz auf Wiener Baustelle

Mitten in Wien-Neubau wurde eine Baustelle ohne Genehmigung weiterbetrieben, elf Tonnen Müll auf der Straße abgelagert – jetzt griff die Stadt durch.
Thomas Peterthalner
29.10.2025, 11:09
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Mitten im dicht besiedelten Wohngebiet in Wien-Neubau wurde auf einer Baustelle trotz abgelaufener Genehmigung weitergearbeitet – dabei dürfte es sich um das Luxus-Projekt "Alte Post" in der Mondscheingasse handeln. Die Baustelle gehört zu einem insolventen Immobilienentwickler, der das Areal offenbar sich selbst überließ. Offen zugängliche Fenster, zerbrochene Glasscheiben, meterhohe Müllberge und mangelhafte Absicherungen sorgten für massive Beschwerden aus der Nachbarschaft.

Großeinsatz in Neubau

Nach einem Hinweis der Bezirksvorstehung rückte am Dienstag die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien aus – unterstützt von der Baupolizei (MA 37), der Abfallwirtschaft (MA 48), der MA 25 für technische Sicherung, der MA 46 für Verkehrsfragen, der Finanzpolizei und der Wiener Polizei. Vor Ort wurde die Lage umfassend geprüft – und sofort gehandelt.

Elf Tonnen Müll wurden entsorgt.
Gruppe Sofortmaßnahmen

Elf Tonnen Müll entsorgt

Die MA 48 entfernte über elf Tonnen illegal abgelagerte Baustellenabfälle. Offene Fenster und ungesicherte Zugänge wurden von der MA 25 verschlossen, um das Eindringen Unbefugter zu verhindern. Die Finanzpolizei führte Kontrollen durch und zeigte insgesamt fünf Verstöße wegen Lohn- und Sozialdumpings an. Auch der Verdacht auf Betrug steht im Raum.

Baustelle im Visier der Stadt Wien

"Offene Baustellen, Glasscherben und Müllberge mitten im Wohngebiet stellen Sicherheitsrisiken für Anrainerinnen und Passantinnen dar. Wien ist kein rechtsfreier Raum, weshalb Verstöße nicht ohne Folgen bleiben", so Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen. Die Stadt Wien kündigte an, die Anlage in der Mondscheingasse weiter streng zu kontrollieren – und bei Bedarf auch einen vollständigen Rückbau anzuordnen.

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