Der Sommer 2026 ist schon jetzt ein Wetter-Ausnahmezustand. Wochenlange Hitze, extreme Trockenheit und zahlreiche Rekorde prägen die Lage in Österreich.
Laut Christoph Matella, Meteorologe der UBIMET, ist der heurige Sommer "aktuell auf Kurs zum heißesten Sommer der Messgeschichte in Österreich". Dutzende neue Temperaturrekorde wurden aufgestellt, auch der Allzeitrekord wurde mehrfach übertroffen. Er liegt inzwischen bei 41,2 Grad in Bad Deutsch-Altenburg.
Dazu kommt eine regional dramatische Trockenheit. "Gebietsweise hat es zu diesem Zeitpunkt im Jahr noch nie so wenig Niederschlag gegeben", weiß Matella. Besonders im Osten und Südosten bleibt die Lage angespannt, eine Linderung ist nicht in Sicht.
Dort sind bis inklusive Freitag, wenn überhaupt, nur einzelne Schauer und Gewitter zu erwarten. Die Folgen der Dürre sind bereits sichtbar, die Vegetation ist vertrocknet, es gibt keine Feuchtigkeit in oberen Bodenschichten mehr. Ein Funke genügt und alles geht in Flammen auf - wie der Föhrenwald im stark betroffenen Raum Wiener Neustadt am Mittwoch.
Mit Blick auf die Vergangenheit ist dieser Sommer damit extrem außergewöhnlich. Der Ausblick macht die Lage aber noch brisanter: "Wir müssen uns im Zuge des Klimawandels leider immer mehr auf solche bzw. noch heißere und extremere Sommer einstellen", konstatiert der Meteorologe.
Der Sommer 2026 ist damit nicht nur eine Momentaufnahme. Er ist ein Blick in eine Zukunft, die wohl nur für die wenigsten erstrebenswert erscheint. Grünen-Chefin Leonore Gewessler bringt es auf den Punkt: "Wenn wir nichts tun, das wird gefährlich. Und dann ist das vielleicht der kühlste Sommer unseres restlichen Lebens."