Der aktuelle Sparkurs setzt auch den Gesundheitsbereich unter Druck. An der medizinischen Universität müssten 110 Millionen Euro eingespart werden. Werden die Sparpläne umgesetzt, droht ein Kahlschlag am Wiener AKH – "Heute" berichtete.
"Ein sehr großer Teil unseres Budgets fließt in den Betrieb des Allgemeinen Krankenhauses, der Universitätskliniken. Die Kürzungen würden bedeuten, dass wir etwa 200 Ärztestellen im Allgemeinen Krankenhaus einsparen müssten", so MedUni-Rektor Markus Müller im "Heute"-Interview. Die Cover-Story ließ auch Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SP) nicht kalt.
Dass durch Einsparungen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich bis zu 200 ärztliche Stellen im AKH Wien wegfallen könnten, meint Hacker: "Das ist nicht denkbar und vertraglich nicht möglich. Das AKH Wien ist das Flaggschiff der Gesundheitsversorgung in Wien wie für ganz Österreich. Es gehört zu den besten Krankenhäusern der Welt und es gibt Erkrankungen oder Verletzungen, die österreichweit nur hier im AKH Wien behandelt werden können."
Es gebe seit vielen Jahren eine Vereinbarung zwischen der Republik Österreich und der Stadt Wien betreffend die Steuerung und die finanziellen Rahmenbedingungen am Standort Universitätsklinikum AKH Wien, so Hacker. Die derzeitige Laufzeit ist bis 2033 abgeschlossen und regelt sämtliche Fragen im Detail, wie die Finanzierung von Bauprojekten oder Investitionen in neue Geräte.
"Selbstverständlich ist auch auf Punkt und Beistrich das bereitzustellende Personal vonseiten der Stadt Wien wie auch der MedUni Wien – dazu zählt das ärztliche Personal – für Patientinnen- und Patientenversorgung festgelegt", heißt es aus dem Büro des Gesundheitsstadtrats. "Dieser Vertrag sieht keine einseitigen Änderungsklauseln oder Änderungsmöglichkeiten vor. Daher ist die volle Leistungsfähigkeit des AHK Wien/MedUni Wien selbstverständlich sicherzustellen", so Hacker.