Federico Valverde und Aurelien Tchouameni werden wohl keine Freude mehr. Ein Streit der beiden Real-Madrid-Spieler eskalierte am Donnerstag völlig. Der Uruguayer Valverde musste sogar ins Krankenhaus, nachdem er eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, er wurde genäht. Die Königlichen gaben danach selbst bekannt, dass der 27-Jährige ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, bis zu zwei Wochen ausfallen werde.
Real hatte daraufhin ein Disziplinarverfahren gegen beide Spieler eingeleitet, schnell eine Mega-Geldstrafe in der Höhe von 500.000 Euro verhängt. Das zeigt, wie angespannt die Lage im Klub ist, wie ernst der Zusammenstoß der beiden Spieler tatsächlich gewesen sein dürfte.
Der Kabinenstreit warf natürlich die Frage auf, ob Tchouameni noch haltbar ist bei den Königlichen, oder ob der 26-jähirige Franzose den Klub verlassen müsse, im Sommer zwangsverkauft werden sollte – auch vor dem Hintergrund, dass der Vertrag des defensiven Mittelfeldspielers noch bis 2028 läuft. Manchester United zeigt jedenfalls schon geraume Zeit großes Interesse am französischen Teamspieler, hat Tchouameni deutlich auf dem Zettel, soll den Real-Spieler sogar als "Wunschziel" ausgegeben haben. Die "Red Devils" wären also ein passender Abnehmer.
Hinzu kommt, dass Real-Madrid-Präsident Florentino Perez das Mittelfeld der Königlichen kräftig umbauen möchte, quasi einen Neuanfang. Und dass sowohl Valverde, als auch Tchouameni beim Klub bleiben, ist eher unwahrscheinlich. United soll laut "TEAMtalk" auch bereits Kontakt zum Umfeld Tchouamenis aufgenommen haben.
Laut Transfer-Guru Fabrizio Romano soll Real aktuell jedoch kein Interesse daran haben, Tchouameni tatsächlich abzugeben. "Jetzt kann Manchester United den Spieler holen. Sie glauben, er ist einer der besten Mittelfeldspieler der Welt", meinte der Italiener. Nun müsse man aber abwarten, welche Entscheidung die Real-Führung trifft: "Ob sie den Vertrag mit ihm verlängern möchten, oder nicht." Grundsätzlich plane Real nicht zwingend, den Franzosen abzugeben. Das kann sich in den nächsten Tagen aber ändern.
Der Anfang der aktuellen Auseinandersetzung war bereits am Mittwoch, konkret während eines Trainings der Madrilenen. Ein Spieler soll den anderen gefoult haben, wer, das ist nicht bekannt. Danach sollen sich die beiden Spieler jedenfalls geschubst haben. Als Valverde dann laut spanischen Medienberichten tags darauf die Entschuldigung Tchouamenis ausgeschlagen habe, sei die Situation eskaliert. Real hatte daraufhin eine Krisensitzung mit sämtlichen Spielern abgehalten, um die Wogen im Team zu glätten. Ob dies gelungen ist, ist unklar.
Nur so viel: Interimstrainer Alvaro Arbeloa dürfte wohl spätestens am Saisonende auch Geschichte sein. Nachdem den Madrilenen die zweite titellose Saison in Folge unmittelbar bevorsteht, die nur noch theoretisch verhindert werden kann. Am Sonntag steigt der Clasico gegen den Erzrivalen Barcelona, in dem können sich die Katalanen die Meisterschaft sichern.