"Feuer am Dach"

Nach AfD-Beben – davor warnt Gewessler jetzt

Nach dem historischen AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt warnt Grünen-Chefin Leonore Gewessler vor ähnlichen Entwicklungen in Österreich.
Newsdesk Heute
06.09.2026, 21:12
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Der klare Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt auch in Österreich für Reaktionen. Die deutsche Rechtspartei kam am Sonntag laut ersten Hochrechnungen auf rund 44 Prozent und konnte ihren Stimmenanteil gegenüber 2021 mehr als verdoppeln. Die CDU landete abgeschlagen auf Platz zwei.

Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler reagierte noch am Wahlabend auf Bluesky. "Ich verstehe alle, denen das, was gerade in unserem Nachbarland passiert, Angst macht. Auch mir macht diese Entwicklung Sorgen", erklärte sie.

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"Auch in Österreich"

Besonders deutlich fällt ihre Einschätzung des AfD-Ergebnisses aus: "Wenn eine rechtsextreme und verfassungsfeindliche Partei in einem deutschen Bundesland eine solche Zustimmung erhält, ist das kein Warnsignal mehr, dann ist Feuer am Dach."

"Auch in Österreich gibt es mit der FPÖ eine Partei, die mit Angst Politik macht", zieht Gewessler anschließend einen direkten Vergleich mit Österreich. Die Freiheitlichen würden Menschen gegeneinander ausspielen und "gesellschaftliche Grenzen immer weiter" verschieben, so die Grünen-Chefin.

Gewessler nimmt aber auch die anderen Parteien in die Pflicht. Es reiche nicht, "mit dem Finger auf die FPÖ oder die AfD zu zeigen". Politik müsse zuhören, Sorgen ernst nehmen und beweisen, dass sie das Leben der Menschen verbessern könne und wolle.

Das gibt Hoffnung

Die Sorge über den Erfolg rechter Parteien dürfe laut Gewessler jedenfalls nicht zur politischen Lähmung führen. Rechtsextreme Kräfte würden darauf setzen, dass Menschen sich ohnmächtig fühlten, die Hoffnung verlören und sich voneinander entfernten. "Diesen Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun!", schreibt sie.

Hoffnung macht Gewessler ausgerechnet das Abschneiden ihrer deutschen Parteifreunde. Die Grünen lagen im Oktober laut Gewessler noch bei drei Prozent, bei der Wahl am Sonntag schafften sie laut Hochrechnungen rund neun Prozent. Ihr Fazit: "Es gibt eine Alternative zu den rechten Zerstörern!"

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