Sieben Jahre war Ibrahim Rasool auf der Flucht. Diese waren geprägt von Angst und Gewalt. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter musste Afghanistan verlassen, nachdem er von den Taliban gefoltert wurde.
Nach jahrelanger Unsicherheit und Angst würdigt der Ute Bock Verein sein außergewöhnliches Engagement – und macht eine Fluchtgeschichte sichtbar, die von Gewalt und Extremerfahrungen geprägt ist.
51 Pushbacks – allein an der kroatisch-bosnischen Grenze sowie schwere Misshandlungen durch Polizeikräfte musste er über sich ergehen lassen.
Dann der nächste Schock: der Brand des Flüchtlingslagers Moria.
Auch nach seiner Ankunft in Österreich konnte sich Rasool noch nicht sicher fühlen. Er sollte nach Kroatien abgeschoben werden – zurück an jenen Ort, an dem er zuvor massive Gewalt erfahren hatte.
In letzter Minute schritt das Bundesverwaltungsgericht ein und stoppte die Abschiebung. Ausschlaggebend waren unter anderem medizinische Gutachten sowie dokumentierte Spuren der Misshandlungen. Nach Jahren der Unsicherheit erhielt Rasool nun endlich Asyl in Österreich.
Heute lebt Rasool in Klagenfurt, engagiert sich bei SOS Balkanroute und Kärnten andas, unterstützt Geflüchtete Für ihn besonders erfüllend: Er trainiert Frauenfußball beim SK Austria Klagenfurt in seiner neuen Heimat Kärnten.
Die Auszeichnung mit dem Bock-Preis macht nun sichtbar, was lange im Hintergrund geschah: den Weg eines Mannes, der Gewalt, Flucht und systematische Zurückweisungen überlebt hat – und heute selbst anderen hilft.