Staatsanwaltschaft hat berufen

Nach Freispruch: Ex-Stadtchef Luger muss weiter zittern

Im Prozess nach dem Linzer Polit-Skandal wurde Ex-Stadtchef Luger freigesprochen. Jetzt muss er aber weiter zittern: Die Staatsanwaltschaft beruft.
Oberösterreich Heute
24.08.2026, 14:06
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Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Gutachten zur Affäre rund um das Linzer Brucknerhaus. Klaus Luger (SPÖ) hatte die Expertise als damaliger Aufsichtsratschef der städtischen Veranstaltungsgesellschaft LIVA in Auftrag gegeben. Die Kosten von gut 19.000 Euro übernahm zunächst die Organisation.

Der Knackpunkt: Der frühere Bürgermeister hatte selbst Fragen für das Hearing um den Posten des künstlerischen Geschäftsführers an Bewerber und späteren Chef Dietmar Kerschbaum weitergegeben. Laut Anklage wusste der Ex-Stadtchef das bereits, als er das Gutachten beauftragte.

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Die Staatsanwaltschaft ging deshalb davon aus, dass die Expertise vorwiegend in seinem eigenen Interesse lag. Die Verteidigung hielt dagegen: Das Dokument habe einer allgemeinen rechtlichen Bewertung der Vorgänge innerhalb der LIVA gedient.

Vergangenen Freitag wurde der als Politiker zurückgetretene Beschuldigte nicht rechtskräftig freigesprochen. Ihm war kein wissentlicher Befugnismissbrauch nachzuweisen, so die Argumentation des Landesgerichts Linz.

Wie am Montag bekannt wurde, ist die Causa damit für Luger aber noch nicht ausgestanden: Die Anklagebehörde hat Berufung eingelegt, berichtet der ORF. Damit wandert der Fall zum Oberlandesgericht.

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