Austro-Rettungsflug

Nach Stunden der Angst können Rückkehrer wieder lachen

Mit mehrstündiger Verspätung landete Flug SVI 6612 am Mittwochabend in Wien. Aus Kairo wurden 151 Österreicher aus dem Nahost-Krieg heimgebracht.
Newsdesk Heute
04.03.2026, 22:49
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Plötzlich herrscht Krieg! Seit Samstag fallen israelische und amerikanische Bomben und Raketen auf den Iran. Dabei wurde auch der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Das enthauptete Mullah-Regime antwortete mit Angriffen auf Ziele in der gesamten Golfregion.

Rund 18.000 österreichische Staatsbürger waren nach der Schließung der Lufträume plötzlich im Krisengebiet gefangen. Mehrere Tausend davon sind als Touristen vor Ort. Das Außenministerium von Beate Meinl-Reisinger hat daraufhin alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihre Rückholung zu organisieren.

"So viele Menschen wohlbehalten nach Hause gekommen"

Mittwochnachmittag dann die große Erleichterung. Eine vom Ministerium gecharterte Maschine hob mit 151 Österreichern an Bord in Maskat ab. Der Airbus A320-232 von Sky Vision Airlines steuerte danach über Saudi-Arabien in Richtung Kairo, Ägypten, wo er gegen 18 Uhr schließlich für einen Zwischenstopp aufsetzte.

Nach langer Wartezeit ging es mit Verspätung dann schließlich weiter nach Wien. Gegen 22 Uhr setzte Flug SE6612 schließlich in Schwechat auf. Endlich wieder daheim! "Ich freue mich, dass so viele Menschen wohlbehalten nach Hause gekommen sind, und wir arbeiten weiter mit Hochdruck an weiteren Möglichkeiten für Rückreisen", erklärte NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.

Der Tenor der Rückkehrer: "Nur noch nach Hause" und sie zeigten sich dankbar für die professionell organisierte Rückreise. Mit Tränen in die Augen schlossen die Rückkehrer Familien und Freunde in die Arme, die am Terminal stundenlang ausgeharrt hatten. "Es war furchtbar, wir haben Raketen fliegen gesehen", schilderte Corina (34) ihre Erlebnisse, sie kam mit Tochter Elina (3) in Wien an. Opa und Oma nahmen die Kleine und ihre Mutter in Empfang.

"Hercules" am Boden

Das Bundesheer kann übrigens nur am Boden aushelfen, denn die letzten beiden "Hercules" sind derzeit nicht flugfähig. Diese seien ohnehin für einen solchen Einsatz "nicht ausgelegt", argumentiert Heeressprecher Michael Bauer und verweist auf die vielfach höheren Kapazitäten von Zivilmaschinen. Diese seien das Mittel der Wahl.

Undankbare "No-Shows"

Das Außenministerium hatte auch Busse organisiert, die ausreisewillige Landsleute aus Vereinigten Arabischen Emiraten nach Saudi-Arabien oder Oman bringen sollten. Allerdings blieben die rund 200 Plätze darin fast leer, nur etwa 40 Personen fuhren mit.

"Wir haben wesentlich mehr angeschrieben und wesentlich mehr Zusagen bekommen. Es handelt sich um No-Shows. Sie sind einfach nicht zur Abfahrt erschienen", schilderte Außenministerium-Sprecher Clemens Mantl die absurde Situation am Dienstag.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.03.2026, 23:03, 04.03.2026, 22:49
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen