19 Jahre Haft für Wiener

Nachbarn erschossen – "Doppler-DJ" nimmt das Urteil an

Der tödliche Revolverschuss ins Herz seines Nachbarn war Mord: Das sagten die Geschworenen am Montag am Landl – nun nimmt Techno-Heinz das Urteil an.
Christian Tomsits
10.03.2026, 15:12
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Am Montag musste sich jener Hobby-DJ in Wien vor Gericht verantworten, der nach drei Dopplern Rotwein seinem Nachbarn in der Donaustadt ins Herz geschossen hatte – wir berichteten. Der 33-jährige Iraner hatte sich von der lauten Technomusik des 50-Jährigen gestört gefühlt, mahnte ihn zur Ruhe. Dann zog der Wiener einen Revolver, es floss Blut.

Erst sprach Heinz R. von Notwehr, behauptete felsenfest vom Nachbarn mit einem Messer bedroht worden zu sein. "I hob mi da rein theatert". Vor Gericht ruderte der rabiate Sportschütze dann aber – bestens beraten von Star-Anwältin Astrid Wagner – reumütig zurück. "Das Messer habe ich mir nur eingebildet. Des wor a Unfall, der Schuss hat sich g’löst."

Aber auch das glaubte ihm der Gutachter bei 5,4 Kilo Abdrück-Widerstand nicht. Die Geschworenen entschieden einstimmig auf schuldig, 19 Jahre Haft. Wie "Heute" in Erfahrung bringen konnte, will der Beschuldigte nun nicht gegen das (nicht rechtskräftige) Urteil berufen. Damit muss er die Strafe sicher hinter Gitter absitzen.

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